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European Forum Alpbach arbeitet mit KI-Sprachassistenten

Wenn am 24. August 2026 internationale Gäste zum European Forum Alpbach anreisen, steht auch ein Digitalprojekt der Tourismusregion Alpbachtal vor seinem bisher größten Test.

Denn rund 550 Sprachassistenten aus Künstlicher Intelligenz liefern erstmals Informationen aus dem Kongressprogramm direkt ins Hotelzimmer.


Voice Concierge liefert Infos direkt ins Zimmer

„Alexa, was steht beim Forum heute auf dem Programm?“ Fragen wie diese können Kongressgäste erstmals direkt in ihrer Unterkunft stellen.

Beim European Forum Alpbach vom 24. August bis 4. September wird der Alpbachtal Voice Concierge damit unter besonderen Bedingungen erprobt.

Das Programm der 81. Ausgabe ist dicht. Über zwölf Tage wechseln Seminare, Diskussionen und weitere Veranstaltungsformate. Wer teilnimmt, muss Termine, Veranstaltungsorte und Wege im Blick behalten.

Genau diese Informationen sind nun erstmals in die Sprachassistenten des Alpbachtals in Österreich eingebunden. Gäste können nach Veranstaltungen, Beginnzeiten oder öffentlichen Verkehrsverbindungen fragen.

Von der Pilotphase zum flächendeckenden Einsatz

Gestartet ist dieses Projekt im September 2025 mit Pilotbetrieben. Mittlerweile stehen rund 550 Geräte in den Unterkünften.

Die Geräte verstehen Deutsch und Englisch, die Antworten erscheinen zusätzlich auf dem Bildschirm. Zum Einsatz kommen Echo Show Geräte mit speziellen Hotelfunktionen.

Die Sprachassistenten wurden inzwischen um den Alpbachtal Concierge erweitert. Dadurch greifen die Geräte nicht mehr nur auf Informationen des jeweiligen Hauses wie Frühstückszeiten oder Wlan-Passwort zu, sondern auch auf laufend aktualisierte Daten der gesamten Destination.

Dazu zählen Veranstaltungen, Mobilität, Wetter und Ausflugsziele. So können Gäste direkt im Zimmer deutlich mehr aktuelle Auskünfte abrufen.

Hohe Nutzungsraten und starke Gästezufriedenheit

„Beim European Forum sehen wir sehr konkret, wie sich die Lösung bei hoher Auslastung bewährt und welche Fragen tatsächlich gestellt werden“, sagt Wolfgang Kostenzer, Geschäftsführer von Alpbachtal Tourismus. „Gerade bei einem so dichten Programm ist interessant, ob die Technik im Alltag einen zusätzlichen Nutzen bringt.“

Durchschnittlich werden etwa zwei Anfragen pro Zimmer und Tag gestellt. Je nach Haus nutzen bis zu Dreiviertel der Gäste den Assistenten täglich. Auch die Inhalte lassen Rückschlüsse auf den Bedarf zu.

Viele der Fragen betreffen Informationen zur Region. Aktivitäten und Mobilität sind ebenfalls gefragt. Manche Gäste wollen mehr zu Rezeption, Öffnungszeiten und Frühstück wissen. Daneben werden die Geräte für Musik, Quiz und Unterhaltung genutzt.

Vom Privatzimmer bis zum großen Hotelbetrieb

Überrascht hat Bernhard Rieder, CEO des Technologiepartners Thoesch, vor allem die Bandbreite der teilnehmenden Gastgeber. „Wir sind am Anfang davon ausgegangen, dass wir vor allem die großen Häuser ausstatten. Mittlerweile nutzen aber auch viele kleine Privatzimmervermieter den Voice Concierge.“

Entsprechend unterschiedlich ist der Einsatz. Kleine Pensionen verwenden die Geräte etwa für den Brötchenservice oder als zusätzliche Auskunftsmöglichkeit, wenn niemand persönlich erreichbar ist.

Größere Häuser kommunizieren darüber verstärkt eigene Leistungen.

Einfachere Datenpflege soll kommen

Nach Abschluss der Pilotphase geht die Entwicklung weiter. Im Mittelpunkt steht nun eine einfachere Datenpflege.

„Das Ziel ist, Änderungen möglichst nur einmal einzugeben und anschließend in allen angeschlossenen Anwendungen verfügbar zu haben“, so Rieder.

Alpbachtal Tourismus trägt weiterhin die Kosten für Software und Service, die Geräte schaffen die Betriebe selbst an. Weitere Informationen finden Interessierte unter alpbachtal.at.

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Sven Müller

Autor | Redaktion: [email protected]