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Virtuelle KI-Tutorin an der Hochschule Coburg

An der Hochschule Coburg entwickeln Forscher einen virtuellen Tutor, der Studenten mithilfe von Virtual Reality und Künstlicher Intelligenz beim Lernen hilft.

Die animierte Begleiterin versteht dabei Fragen, erklärt Lehrinhalte und passt sich individuell an den Lernfortschritt an.


Gespräche mit einem Avatar in der virtuellen Realität

Im Labor für virtuelle Umgebungen und soziale Kognition der Fakultät Elektrotechnik und Informatik erleben Studenten eine besondere Form des Lernens. Mit VR-Brille ausgestattet, tauchen sie in eine virtuelle Welt ein und treffen dort auf eine KI-gestützte Tutorin.

Die Studentin Greta Schlimm, die als Versuchsperson teilnimmt, unterhält sich über biologische Themen – obwohl sie BWL studiert. „Es ist verrückt, weil man weiß, dass es nicht echt ist“, beschreibt sie ihre Erfahrung, „aber es fühlt sich irgendwie an, als wäre man in einem Gespräch.“

Individuelle Betreuung durch embodied Virtual Tutors

Das Forschungsteam unter der Leitung von Prof. Dr. Stephan Streuber untersucht, wie sogenannte embodied Virtual Tutors (eVTs) das Lernen verbessern können. Dr. Maria Alejandra Quiros Ramirez, die das Projekt federführend betreut, vergleicht verschiedene Lernszenarien – vom klassischen Lehrbuch bis zur interaktiven KI-Tutorin.

„Frühere Forschungsergebnisse zeigen, dass Studierende ihre Lernergebnisse erheblich verbessern, wenn sie individuelle Betreuung erhalten“, erklärt Quiros Ramirez. Da eine persönliche 1:1-Betreuung mit menschlichen Tutoren nicht für alle umsetzbar ist, sollen virtuelle Alternativen diese Lücke schließen.

Moderne Technologien für personalisiertes Lernen

Die virtuelle Tutorin kombiniert aktuelle Entwicklungen aus mehreren Bereichen: Virtual Reality, Augmented Reality und Large Language Models wie ChatGPT ermöglichen natürliche Gespräche und individuelle Anpassung.

Die virtuellen Lernbegleiter können mit Expertenwissen trainiert werden und berücksichtigen in ihren Reaktionen den Fortschritt der Lernenden. Das Projekt wird von der Stiftung für Innovation in der Hochschullehre gefördert. In Nutzerstudien verbessert das Team kontinuierlich die Benutzerfreundlichkeit des Prototypen.

Verantwortungsvoller Umgang mit KI-Technologien

Die KI-Forschung an der Hochschule Coburg konzentriert sich auf den optimalen und verantwortungsbewussten Einsatz neuer Technologien. Das Coburg University Research Center for Responsible Artificial Intelligence (CRAI) widmet sich einer interdisziplinären KI-Forschung, die ethische Aspekte einbezieht.

Studenten können sich in Fächern wie Informatik, Wirtschaftsinformatik 2.0, Visual Computing und Data Science mit diesen Zukunftstechnologien auseinandersetzen. Einige Studiengänge starten auch zum Sommersemester, für das sich Interessierte noch bis zum 15. März 2026 anmelden können.

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Sierks Media / © Foto: JESHOOTS.COM, Unsplash 

Annabella Trinzen

Autorin | Redaktion: media@sierks.media