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Spray-and-Pray-PR – warum Massenmails an Journalisten scheitern

Spray-and-Pray-PR bezeichnet eine unprofessionelle Methode in der Pressearbeit, bei der identische Rundmails an möglichst viele Journalisten verschickt werden.

Und zwar ohne deren Namen zu kennen, ohne den Redaktionsschwerpunkt zu prüfen und ohne zu hinterfragen, ob die Story überhaupt passt.


Der Begriff steht damit für Massenversand statt gezielter Medienansprache.

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Was bedeutet Spray-and-Pray-PR?

Die englische Bezeichnung „Spray and Pray“ lässt sich wörtlich mit „sprühen und beten“ übersetzen. In der PR-Praxis beschreibt sie das Versenden derselben Pressemitteilung, desselben Pitches oder derselben Einladung an eine große, oft unsortierte Journalistenliste.

Typisch sind unpersönliche Anreden wie „Sehr geehrte Damen und Herren“, fehlender Bezug zum jeweiligen Medium und Inhalte, die weder zum Ressort noch zur Leserschaft passen.

Die Absender hoffen dabei, dass irgendjemand aus der Masse reagiert – statt die Nachricht gezielt an passende Redaktionen zu richten.

Warum die PR-Methode problematisch ist

Journalisten erhalten täglich zahlreiche Presseanfragen, Pressemitteilungen und Pitches. Eine offensichtliche Massenmail ohne Relevanz wird deshalb meist schnell erkannt und gelöscht.

Statt Aufmerksamkeit zu erzeugen, erzeugt Spray-and-Pray-PR eher Ablehnung. Besonders kritisch: Die Methode kann langfristige Medienbeziehungen beschädigen.

Wer wiederholt irrelevante Themen an die falschen Kontakte verschickt, riskiert, dass künftige, tatsächlich passende Anfragen ebenfalls ignoriert werden. PR ist damit nicht nur ineffizient, sondern kann aktiv Vertrauen verbrennen.

Typische Merkmale von Spray-and-Pray-PR

◉ Identische Mails an hunderte Empfänger gleichzeitig.
◉ Keine persönliche Anrede oder falsche Ansprechpartner.
◉ Keine Prüfung des Redaktionsschwerpunkts.
◉ Themen, die nicht zum Medium oder Ressort passen.
◉ Generische Betreffzeilen ohne konkreten Nachrichtenwert.
◉ Keine klare Begründung, warum gerade diese Redaktion relevant ist.
◉ Massenhafte Verteilerlisten ohne Segmentierung.

Warum gezielte Pressearbeit besser funktioniert

Professionelle Pressearbeit beginnt mit Recherche. Entscheidend ist, den richtigen Journalisten für das richtige Thema zu identifizieren: Wer berichtet über Mode, Beauty, Automobile, Reisen, Technik oder Lifestyle?

Welche Medien sprechen welche Zielgruppe an? Welche Story hat für die jeweilige Redaktion echten Nachrichtenwert? Ein guter Pitch beantwortet daher bereits in den ersten Zeilen drei Fragen.

Was ist die Story, warum ist sie aktuell und warum ist sie für genau dieses Medium relevant. Je präziser diese Fragen beantwortet werden, desto höher ist die Chance auf eine Resonanz.

Alternativen zur Massenmail

Statt Spray-and-Pray-PR bietet sich eine segmentierte Medienansprache an. Dazu gehören sorgfältig gepflegte Verteilerlisten, getrennte Zielgruppen nach Thema und Medium sowie individuell angepasste Anschreiben.

Besonders effektiv ist es, zunächst wenige, gut passende Medien auszuwählen und den Pitch auf deren redaktionellen Fokus zuzuschneiden.

Ergänzend können exklusive Informationen, Bildmaterial, Expertenkontakte oder konkrete Story-Angles den Mehrwert für Redaktionen erhöhen.

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Reichweite entsteht durch Relevanz

Spray-and-Pray-PR maximiert zwar den Versand, aber nicht die Erfolgsquote. Wer in der Pressearbeit sichtbar werden will, braucht keine möglichst große Verteilerliste, sondern eine kleine, präzise kuratierte Auswahl passender Journalisten und Medien.

Die wichtigste Regel lautet daher: Lieber 20 gut recherchierte, thematisch passende Kontakte ansprechen als 200 zufällige Empfänger mit derselben Mail zu bombardieren.

In der modernen PR entscheidet nicht die Masse, sondern die Relevanz über den Erfolg…

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Sierks Media / PR Agent / © Foto: peshkova, de.depositphotos.com 

Jan-Christopher Sierks

Autor | Redaktion: [email protected]