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Einsatz wächst – neue Zahlen der International Federation of Robotics

Neue Zahlen der International Federation of Robotics zeigen: Der Einsatz von Industrierobotern wächst weltweit – doch die Spitzenreiter unterscheiden sich deutlich.

Die Automatisierung in der Industrie schreitet weltweit voran. Wie stark ein Land tatsächlich auf Roboter setzt, lässt sich an der sogenannten Roboterdichte ablesen – also der Anzahl betriebsbereiter Industrieroboter je 10.000 Beschäftigte im verarbeitenden Gewerbe.


Der aktuelle World Robotics 2025 Bericht der International Federation of Robotics (IFR) liefert dazu erstmals vollständige Daten für das Jahr 2024.

Westeuropa setzt Maßstäbe, Asien holt auf

Mit 267 Industrierobotern pro 10.000 Beschäftigten liegt Westeuropa klar an der Spitze der drei großen Wirtschaftsregionen. Nordamerika folgt mit 204 Einheiten, Asien kommt auf einen regionalen Durchschnitt von 131 – verzeichnet aber mit plus 11 Prozent das stärkste Wachstum. Nordamerika legte um 4 Prozent zu, Westeuropa um 3 Prozent.

„Die Kennzahl der Roboterdichte setzt die Gesamtzahl der in einem Land eingesetzten Roboter ins Verhältnis zur Anzahl der Beschäftigten und liefert damit eine gute Vergleichsgröße zwischen unterschiedlich großen Volkswirtschaften“, erklärt Takayuki Ito, Präsident der IFR.

Innerhalb Westeuropas gehören acht Länder zu den globalen Top 20: Deutschland, die Schweiz, die Niederlande, Österreich, Italien, Belgien und Luxemburg, Frankreich und Spanien. Die Europäische Union liegt mit 231 Robotern pro 10.000 Beschäftigten klar über dem weltweiten Durchschnitt von 132 Einheiten.

Land Roboter pro 10.000 Beschäftigte
Südkorea 1.220
Singapur 818
Deutschland 449
Japan 446
Schweden 377
Dänemark 329
Slowenien 315
USA 307
Taiwan 302
Schweiz 294
Ø Welt 132

Südkorea unangefochten an der Weltspitze

Mit 1.220 Robotern je 10.000 Beschäftigte liegt die Republik Korea mit großem Abstand auf Platz eins – und das schon seit Jahren. Seit 2019 wächst der Wert dort durchschnittlich um 7 Prozent jährlich. Treiber sind zwei besonders automatisierungsintensive Branchen: die weltweit bedeutende Elektronikindustrie und eine starke Automobilproduktion.

Singapur belegt Platz zwei mit 818 Einheiten. Das Stadtstaat-Modell spielt dabei eine entscheidende Rolle: Mit einer relativ kleinen Zahl an Industriearbeitern lässt sich dort schon durch einen vergleichsweise überschaubaren Roboterbestand eine hohe Dichte erreichen.

Seit 2019 ist der Wert jährlich um 13 Prozent gestiegen – der stärkste Anstieg unter den Top-10-Ländern.

Deutschland auf Rang drei 

Deutschland belegt mit 449 Robotern pro 10.000 Beschäftigten weltweit den dritten Platz und ist damit die am stärksten automatisierte große Volkswirtschaft Europas. Seit 2019 wächst die Roboterdichte hierzulande jährlich um 5 Prozent.

Knapp dahinter folgt Japan mit 446 Einheiten – ebenfalls mit einem jährlichen Plus von 5 Prozent, obwohl das Land selbst einer der weltweit führenden Roboterhersteller ist.

Die weiteren Plätze in den Top 10 belegen Schweden (377), Dänemark (329), Slowenien (315), die USA (307), Taiwan (302) und die Schweiz (294).

China: größter Bestand der Welt

China nimmt global eine besondere Stellung ein. Mit rund 2 Millionen betriebsbereiten Industrierobotern verfügt das Land über den mit Abstand größten operativen Bestand weltweit – etwa viereinhalb Mal mehr als Japan auf Platz zwei. Im Jahr 2024 wurden zudem 54 Prozent aller weltweit neu installierten Roboter in China eingesetzt, was 295.000 Einheiten entspricht.

Dennoch liegt China bei der Roboterdichte nur auf Platz 22 weltweit und auf Platz 6 innerhalb Asiens. Mit 166 Robotern je 10.000 Erwerbstätigen, ein Anstieg von 17 Prozent gegenüber dem Vorjahr, liegt das Land zwar über dem globalen Durchschnitt, doch die schiere Größe der chinesischen Industriebelegschaft bremst den Wert nach oben.

Das gilt sowohl für urbane Produktionszentren als auch für ländliche Regionen. Die USA belegen mit 307 Einheiten global Rang acht, gefolgt von Kanada mit 241. Mexiko liegt mit 62 Robotern pro 10.000 Beschäftigten deutlich darunter.

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Sierks Media / PR Agent / © Foto: Akshat Sharma, Unsplash / Quelle: World Robotics 2025, International Federation of Robotics (IFR)

Sven Müller

Autor | Redaktion: media@sierks.media