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PR-Fail – Entsetzen über Goldfisch-Pakete

Eine Werbeaktion einer australischen Regierungsbehörde hat 2011 zu einem riesengroßen PR-Desaster in der Marketinggeschichte geführt.

Um maximale Aufmerksamkeit für ein neues Medien-Event in Südaustralien zu generieren, setzte die Abteilung auf einen hochgradig umstrittenen PR-Stunt, der jedoch völlig eskalierte.


Statt der erhofften positiven Berichterstattung ernteten die Verantwortlichen heftige Kritik und einen gewaltigen Shitstorm.

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Lebende Tiere per Post – fehlgeschlagene Werbeaktion

Die Idee hinter der Kampagne war ebenso simpel wie rücksichtslos: Die Behörde verschickte insgesamt 55 lebende Goldfische per Kurier oder in Postpaketen direkt an die Redaktionen verschiedener Journalisten.

Ziel war es, die Aufmerksamkeit der Medienvertreter durch das lebendige Werbegeschenk auf die bevorstehende Veranstaltung zu lenken.

Die Aktion ignorierte dabei jedoch grundlegende Aspekte des Tierschutzes und der Logistik.

Das ethische Desaster – viele Fische starben

Der Transport per Post wurde für einige der Tiere schnell zur tödlichen Falle. Da die Zustellung der Pakete viel zu lange dauerte, kippte das Wasser in den Transportbehältern um und wurde innerhalb kürzester Zeit unbrauchbar.

Die Folge war verheerend: Viele Goldfische kamen bereits tot in den Redaktionen an. Die betroffenen Journalisten reagierten schockiert und empört über die Grausamkeit der Aktion.

Der missglückte Werbeversuch verwandelte sich augenblicklich in ein ethisches und PR-mäßiges Desaster, das weltweit als Musterbeispiel dafür gilt, wie ein PR-Stunt niemals ablaufen sollte.

Hintergrund der toten Goldfische

Hinter der missglückten Aktion steckte die Organisation „Advantage SA“, eine gemeinnützige Marketingvereinigung im Auftrag der südaustralischen Regierung, die nationale Marken zu mehr Werbeinvestitionen in der Region bewegen wollte.

Mit dem Slogan „Sei der große Fisch im kleinen Teich und komm vorbei, um das Wasser zu testen“ sollte die Stadt Adelaide symbolisch als attraktiver, überschaubarer Markt angepriesen werden.

Da kleinere Märkte bei der Verteilung von Medienbudgets oft übergangen werden, wollte die Agentur die Botschaft durch die echten Goldfische in den Redaktionen besonders einprägsam visualisieren – ein Plan, der aufgrund mangelhafter Transportbedingungen auf tragische Weise fehlschlug.

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Sierks Media / PR Agent / © Foto: AllaSerebrina, de.depositphotos.com

Annabella Trinzen

Autorin | Redaktion: [email protected]