B.Z. neu aufgestellt – Axel Springer Academy übernimmt Redaktion
Die B.Z., Berlins älteste Boulevardzeitung, steht vor einem radikalen Neuanfang. Ab September übernimmt die Axel Springer Academy of Journalism and Technology die Leitung und Redaktion des traditionsreichen Blattes.
An der Spitze steht Miriam Krekel, Leiterin der Academy und von 2017 bis 2022 bereits Chefredakteurin der B.Z. – eine Personalie, die Kontinuität und Aufbruch zugleich signalisiert.
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150 Jahre B.Z.
Die B.Z. blickt auf eine 150-jährige Geschichte zurück, in der sie sich immer wieder neu erfunden hat. Um 1900 revolutionierte die damals im Ullstein-Verlag erschienene Zeitung ihren Vertrieb.
Statt auf den Postweg zu setzen, brachten Zeitungsjungen das Blatt direkt zu den Menschen – in Fabriken und Büros, mitten in der Mittagspause. Dieses Modell prägte ein ganzes Genre und gab ihm seinen Namen: die Boulevardzeitung, die Zeitung, die dorthin kam, wo die Menschen waren.
Auch digital war die B.Z. früh dabei. Bereits 1997 ging sie als eine der ersten deutschen Medienmarken online. 2013 folgte der Live-Ticker als Echtzeit-Informationskanal für die Hauptstadt.
Was die Academy einbringt
Die Axel Springer Academy, die in diesem Jahr ihr 40-jähriges Bestehen feiert, bringt nachgewiesene journalistische Kompetenz mit.
Zuletzt sorgte eine international beachtete Datenrecherche zu Drohnenoperationen von russischen Schiffen für Aufsehen. Genau in der Verbindung von Journalismus und Technologie sieht Krekel das größte Potenzial für die Neuaufstellung.
Krekel beschreibt das Vorhaben als einzigartiges Labor in der deutschen Medienlandschaft: „Die B.Z. wird die jüngste Medienmarke Deutschlands werden – und das im 150. Jahr ihres Bestehens.“
Hyperlokaler Journalismus mit KI
Konkrete Projekte befinden sich bereits in Planung oder im fortgeschrittenen Stadium. Dazu zählen investigative Datenrecherchen sowie KI-gestützte Ansätze für hyperlokalen Journalismus, der sowohl das Informationsbedürfnis der Berliner bedient als auch praktische Service-Angebote für den Alltag in der Stadt liefern soll.
Redaktionell wird die B.Z. künftig von einem Kernteam erfahrener Redakteure und wechselnden Journalistenschülern der Academy produziert.
Die bisherige redaktionelle Struktur wird damit abgelöst. Technische und kaufmännische Verantwortung verbleiben jedoch in der Bild-Gruppe.
Wirtschaftliche Tragfähigkeit als Beweis
Hinter dem Modell steckt auch ein strategischer Anspruch: Die neue B.Z. soll zeigen, dass lokaler Boulevardjournalismus wirtschaftlich funktionieren kann – vorausgesetzt, man denkt ihn grundlegend neu.
Berlin bekommt damit nicht nur eine verjüngte Medienmarke, sondern ein Experimentierfeld für die Zukunft des digitalen Lokaljournalismus in Deutschland…
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