„One Night at KitKat“ – Kultur-Doku über legendären Berliner Club
Ab dem 30. September 2026 öffnet die ARD Mediathek erstmals die Türen des KitKatClubs für eine Kamera.
Die Dokumentation „One Night at KitKat“ von ARD Kultur zeigt einen bislang unveröffentlichten Einblick in die berühmte Original-Nacht des Clubs am Samstag – authentisch, persönlich und ohne voyeuristischen Blick.
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Seit über 30 Jahren Symbol der Berliner Nachtkultur
Der KitKatClub gehört seit mehr als drei Jahrzehnten zu den bekanntesten Orten der internationalen Clubszene. Wer hinein möchte, tauscht seine Alltagskleidung gegen kinky Outfits, Handykameras bleiben draußen.
Diese strikte Privatsphäre-Politik hat den Club zu einem der geheimnisvollsten Orte Berlins gemacht – und gleichzeitig zu einem Schutzraum für all jene, die dort Technoszene, sexpositive Clubkultur und Fetischwelt frei von gesellschaftlichen Konventionen erleben wollen.
Für viele Gäste ist der Club weit mehr als ein Party-Ort: Er ist ein Raum, in dem Identität, Zugehörigkeit und sexuelle Selbstbestimmung verhandelt werden.
Persönliche Geschichten aus dem Inneren des Clubs
Im Zentrum der Dokumentation stehen Gründer, Gäste sowie Mitarbeiter, die von Selbstakzeptanz, Gemeinschaft und persönlicher Veränderung erzählen.
Der Film begleitet unter anderem KitKat-DJ Don Basti und seine Freundin Nora, die offen über Depressionen, Körpergefühl und neu gewonnene Selbstsicherheit sprechen. Die ehemalige Köchin und heutige Domina Megan berichtet über sexuelle Selbstbestimmung – und darüber, wo die Schutzmechanismen des Clubs an ihre Grenzen stoßen.
Auch kritische Themen werden nicht ausgespart: Grenzüberschreitungen, das Spannungsfeld zwischen Sicherheit und Freiheit sowie die Frage, wie Kommunikation, Vertrauen und individuelle Grenzen in einem Raum größtmöglicher persönlicher Freiheit respektvoll miteinander vereinbart werden können.
Stimmen zur Produktion
Kristian Costa-Zahn, Programmgeschäftsführer von ARD Kultur, betont die Besonderheit des Projekts: Erstmals habe man an Samstagabenden im Club drehen und Menschen in sehr persönlichen Momenten begleiten können. Dadurch entstehe ein Blick auf eine Welt, über die viele sprechen, die aber nur wenige wirklich kennen – beobachtend, zuhörend und ohne Bewertung.
Regie führen das Duo Mohsen Najafimehri und Diba Darbari, die ein vielstimmiges und ambivalentes Bild des Berliner Kulturortes zeichnen – sinnlich, persönlich und zugleich kritisch.
Katrin Stefanović, Managing Director von Banijay Productions Germany, hebt das außergewöhnliche Vertrauen hervor, das den Filmemachern entgegengebracht wurde.
Altersfreigabe und Verfügbarkeit
Da die Dokumentation Szenen mit Nacktheit und sexuellen Inhalten im dokumentarischen Kontext zeigt, ist sie von der FSK ab 16 Jahren eingestuft.
In der ARD Mediathek steht sie deshalb entweder mit Login für volljährige beziehungsweise altersverifizierte Nutzer zur Verfügung, oder ohne Login im Rahmen des Jugendmedienschutzes erst ab 22:00 Uhr.
„One Night at KitKat“ ist eine Produktion von Doc.Banijay, dem Doku-Label von Banijay Productions Germany, gemeinsam mit Starkl!Film für ARD Kultur.
Die Dokumentation ist ab dem 30. September 2026 in der ARD Mediathek abrufbar. Im linearen Fernsehen ist „One Night at KitKat“ zusätzlich am 8. Oktober 2026 um 22:55 Uhr auf 3sat zu sehen.
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