Betrugswelle im Netz – Deutsche verlieren viel Geld
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Neun Betrugsnachrichten pro Tag, gehackte Social-Media-Konten und europaweit die höchsten finanziellen Schäden: Eine aktuelle Studie von McAfee zeigt, wie stark Verbraucher in Deutschland von digitalem Betrug betroffen sind.
Der jetzt veröffentlichte Bericht „State of the Scamiverse Germany“ des Online-Sicherheitsunternehmens McAfee macht deutlich, dass Cyberkriminelle ihre Maschen immer stärker in den digitalen Alltag integrieren. Die Folgen sind gravierend.
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Neun betrügerische Nachrichten täglich
Fast ein Drittel der Deutschen (27 Prozent) gibt an, sich beim Erkennen von Betrugsversuchen unsicherer zu fühlen als noch vor einem Jahr.
Kein Wunder: Verbraucher erhalten im Schnitt neun betrügerische Nachrichten pro Tag über SMS, E-Mail und soziale Netzwerke. Viele davon sind täuschend echt gestaltet und kaum von legitimen Mitteilungen zu unterscheiden.
Allein die Bewertung, ob eine Nachricht vertrauenswürdig ist oder nicht, kostet Zeit. Laut Studie verlieren Deutsche dadurch jährlich rund 71 Stunden.
Deutschland Spitzenreiter bei Verlusten
Besonders alarmierend: Mit einem durchschnittlichen Pro-Kopf-Verlust von 1.760 Euro liegt Deutschland an der Spitze aller untersuchten Länder. Betrug ist längst kein Randphänomen mehr, sondern betrifft breite Teile der Bevölkerung.
Mehr als die Hälfte der Social-Media-Nutzer in Deutschland (52 Prozent) gab an, dass im Jahr 2025 Unbefugte Zugriff auf ihre Konten hatten.
Klassische Warnzeichen wie schlechte Rechtschreibung oder offensichtliche Fälschungen reichen längst nicht mehr aus. Betrüger treten heute mit professioneller Sprache auf, geben sich als bekannte Marken aus, verschicken glaubwürdige Lieferbenachrichtigungen oder fordern zur Kontoverifizierung auf.
Verbraucher reagieren – Betrüger schneller
Zunehmend kommen auch Deepfake-Videos, manipulierte Sprachanrufe und schädliche Links hinter scheinbar harmlosen QR-Codes zum Einsatz.
Die Studie zeigt: Viele Nutzer passen ihr Verhalten an. 68 Prozent sind vorsichtiger gegenüber unbekannten Absendern geworden, 47 Prozent haben sich aktiv über Betrugsmaschen informiert.
Dennoch wächst die Lücke zwischen dem Sicherheitsbewusstsein der Verbraucher und der technischen Raffinesse der Täter weiter.
Top 5 Tipps von McAfee zum Schutz
◉ Bei Dringlichkeit innehalten: Zeitdruck ist ein typisches Warnsignal – prüfen Sie Absender und Inhalt genau.
◉ Zufällige QR-Codes meiden: Besonders auf Plakaten, Speisekarten oder Parkautomaten.
◉ Einzigartige Passwörter nutzen: Unterschiedliche Zugangsdaten verhindern Kettenangriffe.
◉ Unerwartete Nachrichten verifizieren: Kontaktieren Sie Unternehmen ausschließlich über offizielle Kanäle.
◉ Gesehenes und Gehörtes hinterfragen: Deepfakes können Stimmen und Gesichter täuschend echt imitieren.
Wie Betrugsmaschen funktionieren
Aktuelle Betrugsmodelle ahmen vertraute Situationen nach, etwa Paketlieferungen, Jobangebote oder angebliche Notfälle im Familienkreis.
Gleichzeitig umgehen sie klassische Schutzmechanismen durch KI-gestützte Deepfakes, Phishing ohne direkte Links und manipulierte QR-Codes. „Betrug ist heute fest in den digitalen Alltag eingebettet“, erklärt Vonny Gamot, VP Sales EMEA & VP Global Channel Marketing bei McAfee.
Sie meint: „Nur wer Wachsamkeit mit modernem Schutz kombiniert, kann sich effektiv gegen immer raffiniertere Cyberkriminelle wehren.“
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Sierks Media / © Foto: Le Vu, Unsplash
