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Bahn-Kampagne mit Anke Engelke eingestellt

Die Deutsche Bahn hat für die Mini-Serie „Boah, Bahn“ mit Komikerin Anke Engelke mehr als sieben Millionen (!) Euro ausgegeben.

Das berichtet die „Bild am Sonntag“ unter Berufung auf vertrauliche Informationen, die in der Geheimschutzstelle des Bundestags vorliegen.


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Kritik an Millionen

Die Werbekampagne, die im Oktober 2024 auf den Social-Media-Kanälen der Bahn veröffentlicht wurde, umfasst sieben Folgen mit einer Länge von maximal drei Minuten.

Anke Engelke spielt darin die Zugchefin Tina, die sich mit alltäglichen Bahnproblemen wie Verspätungen und defekten Kaffeemaschinen auseinandersetzt. Sebastian Fiedler, innenpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion, bezeichnet die Ausgaben in der Zeitung als „Skandal“.

Mit dem Budget hätten mindestens 100 zusätzliche Sicherheitskräfte ein Jahr lang finanziert werden können. Das Thema soll nun im Innen- und Verkehrsausschuss des Bundestags behandelt werden.

Zweite Staffel abgesagt

Die neue Konzernchefin Evelyn Palla und Kommunikationschef Jens-Oliver Voß haben eine geplante zweite Staffel gestoppt.

Bahnsprecher Voß erklärte: „Es wird 2026 keine Fortsetzung der Serie ‚Boah, Bahn‘ geben. Eine Fortsetzung der Kampagne passt nicht in die Zeit.“

Besonders brisant: Neben schlimmen Sicherheitsmängeln an Bahnhöfen und in Zügen hatte die Bahn kurz vor dem Start der Kampagne auch noch das Ende der günstigen Familienreservierung verkündet.

Geld falsch investiert

SPD-Fraktionsgeschäftsführer Dirk Wiese kritisiert: „Für die Familienreservierung fehlt das Geld, aber für Imagewerbung werden Millionen ausgegeben?“

Martin Burkert, Vorsitzender der Bahngewerkschaft EVG, stellt die Frage, ob nicht die Sanierung von Pausenräumen oder die flächendeckende Ausstattung mit Bodycams die bessere Investition gewesen wäre.

Die Deutsche Bahn äußert sich nicht konkret, für was exakt die horrenden Kosten der paar Mini-Clips genau angefallen sind – und verweist auf Geschäftsgeheimnisse.

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Sierks Media / © Foto: Salah Darwish, Unsplash

Sven Müller

Autor | Redaktion: media@sierks.media