Porsche 935 – Jubiläumsserie blickt auf die Motorsport-Legende
Auf dem Foto oben: In fünf Folgen der Reihe „Porsche Heritage Moments“ befassen sich Timo Bernhard und Norbert Singer erstmals detailliert mit der Geschichte des 935 und seinen unterschiedlichen Ausprägungen.
Es war der März 1976, als der Porsche 935 offiziell homologiert wurde und damit seinen Weg auf die Rennstrecken der Welt antrat.
![]()
Genau 50 Jahre später widmet der Stuttgarter Sportwagenhersteller diesem Meilenstein eine fünfteilige Videoserie auf dem offiziellen Porsche YouTube-Kanal – unter dem Titel „Porsche Heritage Moments“.
Timo Bernhard und Norbert Singer
Als Gastgeber fungiert Timo Bernhard, Le-Mans-Sieger und Langstreckenweltmeister. In jeder Folge bringt er den ehemaligen Renningenieur Norbert Singer dazu, aus seinem Nähkästchen zu plaudern – über Entscheidungen unter Zeitdruck, technische Finessen und den Geist, der hinter dem 935 steckte.
Für Singer ist es das erste Mal, dass er derart detailliert und öffentlich über die Geschichte des Fahrzeugs und seine verschiedenen Ausprägungen spricht.
Der Anlass passt ins große Bild: 2026 feiert Porsche „75 Jahre Porsche Motorsport“ – und der 935 ist dabei eines der zentralen Kapitel.
Fünf Autos, fünf Charaktere
Herzstück der Serie ist das erstmalige Zusammenbringen von fünf historischen 935-Varianten.
◉ 935 (1976): Das Ausgangsmodell, entwickelt auf Basis des Porsche 911 für die damals neue Gruppe 5. Singer erinnert sich an zähe Abnahmen durch die FIA, bei denen jedes Karosserieelement einzeln verteidigt werden musste.
◉ 935/77: Die Weiterentwicklung brachte 1977 unter anderem einen Biturbomotor. „Zwei kleinere Turbolader reagieren schneller – weniger Turboloch, besser dosierbare Leistung“, erklärt Singer. Für die Fahrer ein deutlicher Gewinn an Beherrschbarkeit.
◉ 935 „Baby“: Das Leichtbauprojekt für Sprintrennen. Alles Entbehrliche wurde gestrichen – Sitzverstellung, massiver Unterboden, Stahl. Bernhard beschreibt das Fahrerlebnis treffend: „Unterhalb von 5.000 Umdrehungen zurückhaltend, darüber schlagartig präsent.“

◉ 935/78 „Moby Dick“: Der radikalste Schritt. Singer dachte den 935 komplett neu – mit einer Karosserie, die sich bewusst von der bekannten Silhouette löste. Im Training zum 6-Stunden-Rennen in Silverstone fuhr er zwei Sekunden schneller als das gesamte Feld. Auf der Hunaudières-Geraden in Le Mans erreichte er 366 km/h. „Er war die Krönung des Ganzen“, sagt Singer.
◉ 935/77-Testauto: Das erste Versuchsfahrzeug, das nur einmal am Norisring im Renneinsatz war. Bekannter wurde es als Windschattengeber für einen Geschwindigkeitsrekordversuch des Bahnradfahrers Jean-Claude Rude – mit Zielmarke jenseits von 240 km/h.
Der Spirit hinter dem Stahl
Alexander E. Klein, Leiter Porsche Heritage Operations und Kommunikation, bringt den Kern der Serie auf den Punkt: „Entscheidend ist der Spirit, der sich durch alle Varianten zieht. Das präzise Lesen des Reglements. Die Bereitschaft, technische Lösungen immer wieder neu zu denken. Und der Mut, Entscheidungen unter Zeitdruck zu treffen.“
Dieser Ansatz machte den 935 ab 1976 zur dominierenden Kraft in der Marken-Weltmeisterschaft sowie in nationalen und internationalen Rennserien.
Die ersten Folgen der Serie sind bereits auf dem Porsche YouTube-Kanal abrufbar. Am heutigen Montag, dem 30. März, ziehen Bernhard und Singer in der finalen Episode Bilanz – und schließen damit einen Kreis, der vor genau 50 Jahren begann.
📰 Eigene Mitteilung veröffentlichen? ➡️ Pressemeldung bei PR Agent buchen...
News verpasst? Tägliche Updates in Social Media unter @PRAgentMedia.
Seit Jahren vertrauen uns unzählige Menschen und nutzen unsere Online-Magazine.
PR Agent (Sierks Media) hat keine millionenschweren Eigentümer - und dennoch bieten wir alle Inhalte kostenlos an.
Wenn Ihnen unsere Arbeit gefällt, freuen wir uns über Ihre Unterstützung - egal ob klein oder groß.
➡️ Redaktion unterstützen und PR Agent auf einen Kaffee einladen...
Sierks Media / PR Agent / © Fotos: Porsche AG
