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Wie „The Blair Witch Project“ 1999 das Kino füllte

Der psychologische Horrorfilm „The Blair Witch Project“ aus dem Jahr 1999 gilt bis heute als Meilenstein des modernen Marketings.

Mit einem minimalen Budget schufen die Macher einen der profitabelsten Filme der Kinogeschichte.


Der Schlüssel zum weltweiten Erfolg war ein genial-düsterer PR-Stunt, der das damals noch junge Internet auf völlig neue Weise nutzte und Millionen von Kinogängern in die Irre führte.

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Fake-Kampagne: Vermisstenanzeigen und mysteriöse Website

Die Marketingstrategie setzte voll und ganz auf das sogenannte Found-Footage-Genre und maximale Authentizität. Statt klassischer Filmtrailer verteilten die Produzenten im Vorfeld Flyer und Vermisstenanzeigen der Hauptdarsteller.

Parallel dazu schalteten sie eine eigens eingerichtete Website frei. Auf dieser Plattform wurden gefälschte Polizeiberichte, Interviews mit vermeintlichen Ermittlern und Hintergrundberichte über den Mythos der Hexe von Blair veröffentlicht.

Die zentrale und schockierende Behauptung der Kampagne lautete: Die drei Protagonisten seien im Wald tatsächlich spurlos vermisst und man habe lediglich das hinterlassene Videomaterial gefunden.

Video: Trailer – The Blair Witch Project (1999)

Der Kino-Ansturm: Die Illusion einer echten Dokumentation

Das digitale Verwirrspiel zeigte phänomenale Wirkung. Da das Internet 1999 für viele Menschen noch Neuland war, ließen sich die Informationen kaum unabhängig überprüfen. Das Publikum glaubte der Inszenierung fast ausnahmslos.

Millionen von Kinogängern strömten schließlich in die Kinosäle, fest überzeugt davon, eine echte Dokumentation und das reale Schicksal der vermissten Jugendlichen zu sehen.

Diese perfekt inszenierte Illusion machte „The Blair Witch Project“ zu einem weltweiten Phänomen und bewies eindrucksvoll, wie mächtig virales Marketing und geschickte PR-Stunts im digitalen Zeitalter sein können.

Hintergrund „The Blair Witch Project“ 1999

In dem Horrorfilm „The Blair Witch Project“ reisen drei Filmstudierende in die Wälder von Maryland, um eine Dokumentation über die legendäre Hexe von Blair zu drehen.

Während ihrer Recherchen verirrt sich die Gruppe hoffnungslos im dichten Wald und wird zunehmend von unheimlichen, unsichtbaren Kräften terrorisiert.

Der gesamte Film ist aus der Perspektive ihrer eigenen Kameras gefilmt, die später als einzige Spur ihres spurlosen Verschwindens im Unterholz gefunden werden.

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Sierks Media / PR Agent / © Foto: [email protected], de.depositphotos.com / Video: YouTube

Sven Müller

Autor | Redaktion: [email protected]