Die Reportagen im ZDF über Menschen in Armut

Die Reportagen im ZDF über Menschen in Armut
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Nach aktuellen Zahlen des Bundesamtes für Statistik sind rund 13 Millionen Menschen in Deutschland armutsbedroht. Aber was heißt das?

Wie wirkt sich die finanzielle Not auf das Leben, die Ernährung, die psychische Gesundheit aus?

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In einer langen Nacht der „ZDF.reportage“ sendet der Sender am 7. Dezember 2022 um 0.45 Uhr zunächst die dreiteilige „ZDF.reportage“-Reihe „Armes reiches Deutschland“.

Im Anschluss folgt noch einmal der gerade gesendete „ZDF.reportage“-Dreiteiler „Wenn das Geld nicht reicht“.

Alle drei Teile von „Armes reiches Deutschland“ sind ab dem 2. Dezember 2022 in der Mediathek.

Die drei Teile von „Armes reiches Deutschland“ zeigen, wie in der Dortmunder Suppenküche Kana der Andrang zunimmt.

Für eine warme Mahlzeit, Obst, Kaffee und Kuchen steht auch Alexander in der Schlange. Der 30-Jährige geht auf eine Schule für Tontechnik, die ihn monatlich 190 Euro kostet. BAföG gibt es dafür nicht.

Das Geld zwackt er von Hartz IV ab. Trotz Minijob reicht es aber meist nur bis Mitte des Monats. Auch Stefanie (31) und Patrick (34) haben Probleme, über die Runden zu kommen.

Das Paar erwartet ein Kind und möchte möglichst bald aus der Stadt ziehen. Beide würden gern arbeiten, aber nicht wieder für Jobs unter dem Mindestlohn, die Langzeitarbeitslosen angeboten werden.

Alex geht in die 10. Klasse und möchte Abitur machen. Für ihn ist Bildung der Weg aus der Armutsfalle. In einer karitativen Jugendeinrichtung in Berlin findet er Unterstützung bei den Hausaufgaben.

Dominik und Corinna sind Multijobber. Um mit den Kindern in Köln über die Runden zu kommen, müssen beide zusätzlich arbeiten. Hohe Miete und Inflation setzen den jungen Eltern so zu, dass sie durch den Tag hetzen, um Jobs und Kinderbetreuung unter einen Hut zu bekommen.

Immer mehr Geringverdiener kommen trotz Vollzeitjob nicht über die Runden. David arbeitet in einem Call-Center. Seit der Pandemie macht er diesen Job im Homeoffice, nimmt bis zu 150 Anrufe am Tag entgegen und kommt kaum raus.

„Wenn du mehr als 20 Minuten am Tag kleine Pausen machst, brummt dir das System Strafzeit auf.“ David bekommt 12 Euro Mindestlohn.

Zuhra wollte immer auf eigenen Füßen stehen. Mit 44 hat sich die Friseurin und Mutter von drei Kindern diesen Traum erfüllt und steht nun seit acht Jahren mit ihren Aushilfen im „Zukis Style“.

Aber heute weiß die 52-Jährige nicht mehr, ob sie im nächsten Monat die Krankenversicherung bezahlen kann. Auch das Geschäft des vierfachen Vaters Thomas aus Essen läuft schlecht.

Seine Betriebskosten und Einkaufspreise haben sich im letzten Jahr verdoppelt, auch die Mieten für Wohnung und Laden haben sich erhöht. Gleichzeitig sind die Umsätze in seinem Kiosk mit Blumenladen rückläufig.

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© Foto: Towfiqu barbhuiya, Unsplash