Genf – Doku enthüllt Skandale hinter der diplomatischen Fassade
Im Juni 2026 zeigt 3sat die Dokumentation „Genf – Stadt der Sünde?“ von Dave Leins – es ist ein investigativer Blick hinter die Kulissen einer der mächtigsten Städte der Welt.
Das Ganze ist am Mittwoch, 10. Juni 2026, ab 20.15 Uhr auf 3sat zu sehen. Im Anschluss steht die Dokumentation in der Mediathek zur Verfügung.
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Genf: Internationaler Hotspot zwischen Diplomatie und Dunkelheit
Genf gilt als Zentrum der internationalen Diplomatie. In der vergleichsweise kleinen Stadt am Lac Léman in der französischen Schweiz haben der zweite UNO-Hauptsitz sowie die Hauptquartiere der WHO, der WTO und zahlreicher weiterer internationaler Organisationen ihren Sitz.
Hunderte NGOs, globale Rohstoffhändler, Banken und Anwaltskanzleien sind hier ansässig. Doch hinter dieser glänzenden Fassade verbergen sich Machenschaften, die das öffentliche Bild der Stadt grundlegend in Frage stellen.
Zwölf investigative Fälle – von Geldwäsche bis Sklavenarbeit
Die Dokumentation „Genf – Stadt der Sünde?“ von Regisseur Dave Leins rekonstruiert zwölf investigative Recherchen zu Kriminalfällen sowie zu Wirtschafts-, Politik-, Korruptions- und Spionageskandalen – von den vergangenen Jahrzehnten bis in die Gegenwart.
Der Film zeigt verdeckt gedrehte Szenen, die ohne journalistische Recherchen vermutlich nie ans Tageslicht gekommen wären.
Konkret zu sehen sind:
◉ Geldwäsche auf Anwaltsniveau: Genfer Anwälte erklären einem vermeintlichen Kunden, wie sich 80 Millionen Dollar waschen lassen.
◉ Giftmüll in Afrika: Ein globaler Konzern entsorgte in Afrika illegal Giftmüll.
◉ Sklavenarbeit in einer Botschaft: Philippinische Frauen verrichteten in einer pakistanischen Vertretung in Genf Sklavenarbeit.
◉ Spionage auf UNO-Gelände: Journalisten berichten von ihren Recherchen über chinesische Agenten auf dem Gelände der Vereinten Nationen.
◉ Rufmordkampagnen: Ein berüchtigtes Genfer Detektivbüro organisierte im Auftrag der Vereinigten Arabischen Emirate gezielte Rufmordkampagnen.
◉ Der Fall Uwe Barschel: Einer der bekanntesten und bis heute rätselhaftesten Todesfälle der Genfer Geschichte.
Risiken, Methoden und internationale Kooperationen
Neben den Skandalen selbst beleuchtet der Film auch die Arbeitsweise jener Journalisten, die sie aufgedeckt haben. Gezeigt wird, wie sie recherchieren – allein oder in internationalen Kooperationen wie den berühmten „Panama Papers“.
Thematisiert werden die institutionellen Hindernisse, die persönlichen Risiken und die Tatsache, dass Investigativjournalisten selbst zur Zielscheibe werden können.
KI-generierte Animationen und Archivaufnahmen veranschaulichen die Fälle und machen komplexe Zusammenhänge zugänglich.
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