Nouvelle Vague – die Revolution des französischen Kinos
Auf dem Foto oben: Regisseur François Truffaut (1965).
Die Nouvelle Vague gilt als eine der folgenreichsten Bewegungen der Filmgeschichte – und sie ist aktueller denn je.
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Zum großen Jubiläum der Bewegung, die Ende der 1950er Jahre das internationale Kino auf den Kopf stellte, werden zentrale Werke von Godard, Truffaut und Chabrol in aufwendig restaurierten 4K-Fassungen neu zugänglich gemacht: als 4K UHD, Blu-ray und im Streaming auf Arthaus+.
Was war die Nouvelle Vague?
Als junge Regisseure wie Jean-Luc Godard, François Truffaut, Claude Chabrol, Éric Rohmer und Jacques Rivette in den späten 1950er Jahren begannen, außerhalb der etablierten Studioproduktionen zu drehen, veränderten sie die Sprache des Kinos dauerhaft.
Handkameras auf Pariser Straßen, improvisierte Dialoge, Jump Cuts und Hommagen an den amerikanischen Film noir – die Nouvelle Vague war kein Stil, sondern ein Trend.
Dass Richard Linklater mit seinem bald erscheinenden Film „Nouvelle Vague“ genau zu dieser Ära zurückkehrt, unterstreicht, wie lebendig dieses Erbe geblieben ist.
Godards „Außer Atem“
Jean-Luc Godards Langfilmdebüt „Außer Atem“ (1960) markierte einen Wendepunkt in der Filmgeschichte. Basierend auf einer Geschichte von François Truffaut, ist der Film eine radikale Hommage an den amerikanischen Film noir – und zugleich seine vollständige Demontage.
Mit seiner innovativen Montagetechnik und der Kamera von Raoul Coutard revolutionierte Godard das Erzählkino und begründete damit maßgeblich die Nouvelle Vague. Der Film wurde mit dem Silbernen Bären, dem Prix Jean Vigo und dem Preis des Syndicat Français de la Critique de Cinéma ausgezeichnet.
Seit Kurzem ist er auf Arthaus+ im Streaming verfügbar – nun in restaurierter 4K-Qualität, die jede Nuance im Gesicht von Jean Seberg und Jean-Paul Belmondo neu sichtbar macht.
Ebenfalls bei Arthaus+ streambar: „Die Verachtung“ mit Brigitte Bardot sowie der futuristische Film-noir-Klassiker „Alphaville“ – zwei weitere Eckpfeiler von Godards Werk, das das Kino des 20. Jahrhunderts nachhaltig prägte.
Video: Trailer – „Nouvelle Vague“
Truffauts „Sie küssten und sie schlugen ihn“
Gleichrangig neben „Außer Atem“ steht François Truffauts Regiedebüt „Sie küssten und sie schlugen ihn“ (1959) als Initialwerk der Nouvelle Vague.
Das stark autobiografisch geprägte Drama folgt dem jungen Antoine Doinel – grandios verkörpert von Jean-Pierre Léaud – und schildert dessen Aufbegehren gegen ein erdrückendes Schulsystem und eine gleichgültige Elterngeneration.
Was den Film bis heute auszeichnet, ist die Verbindung von emotionaler Unmittelbarkeit und formaler Klugheit: Truffaut drehte mit dem Blick eines Kritikers und dem Herzen eines Kindes.
Antoine Doinel blieb keine einmalige Figur. Truffaut widmete ihm insgesamt vier weitere Filme, darunter „Geraubte Küsse“, der auf Arthaus+ ebenfalls abrufbar ist.
Ergänzt wird das Truffaut-Angebot durch „Jules und Jim“, die zeitlose Dreiecksgeschichte, die wie kein anderer Film die Leichtigkeit und den Schmerz der Liebe vereint.
Nouvelle Vague im Streaming
Wer die Geburtsstunde des modernen Kinos zu Hause erleben möchte, findet auf Arthaus+ eine der umfangreichsten Sammlungen restaurierter Nouvelle-Vague-Klassiker.
Neben den Werken von Godard und Truffaut gehören dazu historische Meilensteine wie Claude Chabrols „Die Enttäuschten“, Alain Resnais‘ rätselhaftes Meisterwerk „Letztes Jahr in Marienbad“ sowie Louis Malles atmosphärischer Thriller „Fahrstuhl zum Schafott“ – alle aufwendig für die heutigen Heimkinostandards aufbereitet.
Die 4K-Restaurierungen machen dabei einen echten Unterschied: Die Körnigkeit des originalen Schwarzweißmaterials, das Licht in den Pariser Gassen, die Gesichter der Ikonen – das alles gewinnt in der neuen Bildqualität eine Präsenz, die den Filmen gerecht wird.
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Sierks Media / © Foto: Wikimedia Commons, Jack de Nijs for Anefo, CC BY-SA 3.0 / Video: YouTube
