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Sicherheit in Polen und USA – vernetzte Autos unter Verdacht

Die polnischen Streitkräfte haben chinesischen Fahrzeugen den Zutritt zu militärischen Liegenschaften untersagt.

Hintergrund ist die Sorge, dass in modernen Autos verbaute Kameras, Sensoren und Kommunikationsmodule heimlich Standortdaten und Umgebungsinformationen sammeln – und diese in Echtzeit nach China übertragen könnten.


Vom Dienst ausgeschlossen

Zusätzlich gilt ein Verbot für Soldaten, ihre Diensttelefone mit solchen Fahrzeugen zu koppeln. Auch Bluetooth-Verbindungen zwischen Mobilgeräten und Bordcomputern chinesischer Hersteller sind damit vom Dienst ausgeschlossen.

Bemerkenswert: Im zivilen Bereich ist der Markt weiterhin beweglich. Die EU-Ausgleichszölle auf chinesische Stromer haben den Absatz zwar verteuert, aber nicht gestoppt.

Auch USA verbietet Software

Das US-Handelsministerium hatte bereits Anfang 2025 eine Regelung finalisiert, die bestimmte Software- und Hardwarekomponenten aus China und Russland in Fahrzeugen mit Internetanbindung verbietet. Betroffen sind Konnektivitätssysteme sowie Komponenten für teilautomatisiertes Fahren.

US-Behörden begründen das Verbot mit konkreten Bedrohungsszenarien: Ferngesteuerte Fahrzeuge könnten massenhaft zum Stillstand gebracht, für Unfälle instrumentalisiert oder zur Geheimdienstarbeit eingesetzt werden. Die Regelung richtet sich ausdrücklich gegen „Länder von besonderem Sicherheitsinteresse“ – eine diplomatische Formulierung, die in der Praxis vor allem auf China und Russland zielt.

Geopolitische Sprengkraft

Für Fahrzeughersteller bedeutet das: Wer auf dem US-Markt verkaufen will, muss seine Lieferketten bei sicherheitskritischen Softwarekomponenten offenlegen und von chinesischen sowie russischen Zulieferern unabhängig machen.

Beide Länder reagieren auf dasselbe Grundproblem: Das moderne Elektroauto ist ein fahrendes Datenzentrum. GPS-Tracking, Kamerasysteme, Mikrofone, LTE-Module und Over-the-Air-Updates machen Fahrzeuge theoretisch zu Werkzeugen der Überwachung oder Sabotage – wenn der Hersteller oder Softwarelieferant staatlichem Druck ausgesetzt ist.

Fazit

Polen agiert dabei reaktiv und punktuell, indem es militärische Bereiche gezielt abschottet. Die USA verfolgen einen systemischen Ansatz und greifen direkt in die globale Lieferkette ein. Beide Strategien könnten Schule machen: In der EU wird bereits diskutiert, ob ähnliche Regelungen für kritische Infrastrukturen und Behördenflotten notwendig wären.

Für chinesische Fahrzeughersteller wächst damit der Druck, westliche Sicherheitsbedenken strukturell zu adressieren – oder dauerhaft vom Zugang zu Behörden- und Verteidigungsmärkten ausgeschlossen zu bleiben.

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Sven Müller

Autor | Redaktion: media@sierks.media