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Fighter: Prügeln im Käfig und vor Publikum

Fighter: Prügeln im Käfig und vor Publikum

Die Profis in Mixed Martial Arts kämpfen im Käfig – weil sie es wollen, und weil andere das sehen wollen. „MMA“ ist in Deutschland umstritten, das Regelwerk dieses Kampfsports lässt viel zu. 3sat zeigt den Dokumentarfilm „Fighter“ von Susanne Binninger über eine archaisch anmutende Männerwelt am Montag, 10. September 2018, um 22:25 Uhr als Erstausstrahlung in der „Dokumentarfilmzeit“.

Die Mixed-Martial-Arts-Profisportler Andreas „Big Daddy“ Kraniotakes, Khalid „The Warrior“ Taha und Lom-Ali „Leon“ Eskijew prügeln sich auf offener Bühne, mit allen erlaubten Mitteln. Dafür trainieren sie hart und leben asketisch, oft unter prekären Bedingungen. Ihr Alltag ist geprägt von Disziplin und unbedingtem Respekt, auch vor ihren Gegnern.

Alle drei träumen einen gemeinsamen Traum – als Sportler anerkannt zu werden und international erfolgreich zu sein. Dafür bezahlen sie einen hohen Preis, denn in Deutschland kann man kaum vom Kämpfen leben, und die Kämpfer werden selten als Sportler respektiert. Die Fighter stehen unter großem Druck: Als moderne Gladiatoren dürfen sie nicht altern, sich nicht verletzen – und eigentlich auch nicht verlieren.

Susanne Binninger betritt mit ihrem Dokumentarfilm „Fighter“ die geschlossene Welt der Gyms, internationalen Trainingslager und der Backstage-Bereiche bei internationalen Wettkämpfen, zeichnet aber auch ein Bild von Freundschaft, Kochen und Süßigkeiten.

Mit „Fighter“ führt sie ihre Beschäftigung mit Männerbildern und Rollenerwartungen fort, die sie mit ihrem Film „Reine Männersache“ (2009) begonnen hat. Beide Filme zeichnen sich durch den besonderen und differenzierten Zugang der Autorin zu typischen Männermilieus aus.

Erstausstrahlung: „Fighter“, 3sat, 10. September 2018, 22:25 Uhr

Foto: ZDF, Markus Lenz