Im TV – das Tattoo-Farben-Verbot und seine Folgen

Im TV - das Tattoo-Farben-Verbot und seine Folgen

Rund 16 Millionen Menschen in Deutschland sind tätowiert. In der EU liegt der Anteil bei zwölf Prozent – bei den 18- bis 35-Jährigen ist dieser Wert sogar doppelt so hoch.

Eine umstrittene Verordnung der EU sorgt nun für Unmut. MDR-„exactly“ fragt nach: Was sagen Studien zur Wirkung von Tattoos auf den Körper und wie reagiert die von dem Verbot betroffene Branche?

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Im Tattoo-Studio in Jena: „exactly“-Reporter Marc Zimmer lässt sich ein neues Bild unter die Haut stechen. Es ist schwarz – eine der wenigen Farben, die nach Inkrafttreten der Reach-Verordnung Anfang Januar noch geblieben sind.

Tätowierer Sebastian Heering muss jetzt mit dem auskommen, was in der EU noch erlaubt ist: „Das ist praktisch wie bei einem Zimmermann, dem man den Hammer wegnimmt.“

Die Branche fühlt sich von der EU im Stich gelassen. Die Datenlage sei viel zu dünn, um aussagekräftige Ergebnisse zur Gesundheitsschädigung durch bestimmte Stoffe zu liefern, so der Bundesverband Tattoo.

Zu sehen ist das Ganze ab 21. Februar 2022 in der ARD Mediathek und auf dem YouTube-Kanal „MDR Investigativ“.

Zudem, so die Kritik, lasse sich die Umsetzung des Verbots nur schwer kontrollieren und stelle damit in Form von illegalen Tattoos eine weit größere Bedrohung für die Konsumentinnen und Konsumenten dar.

In der neuen MDR-„exactly“-Reportage wird gefragt, wie gefährlich Tattoos wirklich sind. Was sagen Studien zur Wirkung von Tattoos auf den Körper und wie reagiert die von dem Verbot betroffene Branche?

Während Influencer Willy Iffland, dessen bunte Haut sein Markenzeichen ist, an die Eigenverantwortung appelliert, untersucht Dermatologin Dr. Runnebaum aus Jena die Tätowierungen von „exactly“-Reporter Marc Zimmer.

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© Foto: Allef Vinicius, Unsplash