Robert Duvall gestorben – Hollywood-Legende geht mit 95 Jahren
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Der Oscar-Preisträger und Charakterdarsteller Robert Duvall ist am 15. Februar 2026 auf seiner Farm in Virginia verstorben.
Seine Ehefrau Luciana Pedraza bestätigte den Tod des Schauspielers, der in mehr als 140 Filmen mitspielte und zu den bedeutendsten Schauspielern seiner Generation zählte.
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Robert Duvall ist tot. Der US-amerikanische Schauspieler und Regisseur starb am 15. Februar 2026 friedlich in seinem Zuhause auf einer Farm im US-Bundesstaat Virginia. Der Star aus dem Kino wurde 95 Jahre alt.
Duvall gilt als einer der vielseitigsten und beständigsten Charakterdarsteller, den Hollywood je hervorgebracht hat – ein Mann, der sich nie auf ein einziges Bild reduzieren ließ und Jahrzehnte lang Maßstäbe setzte.
Von San Diego ins Kino
Am 5. Januar 1931 in San Diego, Kalifornien, geboren, wuchs Robert Selden Duvall als Sohn eines US-Marine-Admirals und einer Laienschauspielerin auf.
Die militärische Herkunft und die künstlerische Ader seiner Mutter hinterließen bleibende Spuren – Disziplin gepaart mit einer tiefen Neugier auf menschliche Charaktere. Nach dem Studium zog er nach New York, wo er sich das Handwerk des Schauspielers erarbeitete.
In dieser Zeit teilte er sich eine Wohnung mit zwei anderen aufstrebenden Nachwuchsschauspielern: Gene Hackman und Dustin Hoffman. Alle drei sollten später zu Ikonen des amerikanischen Kinos werden.
1962 feierte Duvall sein Filmdebüt in „Wer die Nachtigall stört“ an der Seite von Gregory Peck – als der rätselhafte Boo Radley, eine Rolle, die mit wenigen Worten und viel körperlicher Präsenz auskommt. Ein Auftakt, der zeigte, was Duvall konnte: schweigen und trotzdem alles sagen.
Weltstar durch „Der Pate“
Den internationalen Durchbruch brachte 1972 Francis Ford Coppolas Monumentalwerk „Der Pate“. Als kühler Familienanwalt Tom Hagen stand Duvall Al Pacino und Marlon Brando ebenbürtig gegenüber – eine Leistung, die ihm seine erste Oscar-Nominierung als bester Nebendarsteller einbrachte.
1974 wiederholte er die Rolle in „Der Pate II“ und erhielt abermals eine Nominierung der Academy. Nur wenige Jahre später schuf er mit „Apocalypse Now“ (1979) eine der unvergesslichsten Filmfiguren überhaupt: Lieutenant Colonel Kilgore, der napalmbeschossene Strände liebt und dabei Wagner hört.
Die Szene ist Filmgeschichte. Für diese Rolle wurde Duvall mit einem Golden Globe und einer weiteren Oscar-Nominierung gewürdigt. Im selben Jahr zeigte er als Bull Meechum in „Der große Santini“ eine völlig andere Seite – als tyrannischer Marine-Pilot und Familienvater eine seiner persönlichsten Darbietungen.
Krönung einer Weltkarriere
1984 war Robert Duvalls Jahr. Für seine Verkörperung eines alkoholkranken Country-Sängers in „Comeback der Liebe (Tender Mercies)“ gewann er den Oscar als Bester Hauptdarsteller. Er sang die Lieder selbst – ohne Doubles, ohne Nachsynchronisation.
Duvall hatte für die Rolle Gitarre gelernt und bestand darauf, die Country-Nummern authentisch zu performen. Diese Konsequenz war typisch für seine Arbeitsweise: vollständiges Eintauchen in eine Figur, kein halber Weg.
Insgesamt siebenmal stand Robert Duvall auf der Nominierungsliste der Academy. Weitere Nominierungen folgten für „Apostel!“ (1997), „Zivilprozess“ (1998) und „Der Richter“ (2014). Bei „Apostel!“ führte er erstmals selbst Regie – ein Film, den er jahrelang nicht finanziert bekommen hatte und schließlich aus eigener Tasche vorfinanzierte. Das Projekt war ihm eine Herzensangelegenheit.
Auch im Fernsehen hinterließ Duvall tiefe Spuren. Als Josef Stalin und Adolf Eichmann zeigte er, dass er nicht davor zurückschreckte, historisch belastete Figuren mit psychologischer Tiefe darzustellen.
Das Vermächtnis
2006 gewann er für „Broken Trail“ einen Emmy Award. Vier Golden Globes zieren seine Auszeichnungsliste, darunter einer für seine Stalin-Darstellung 1992. Über 140 Filmrollen in mehr als fünf Jahrzehnten sprechen für sich.
Robert Duvall hinterlässt ein Werk, das seinesgleichen sucht. Wer seine Filmografie durchblättert, begegnet nicht einem Starprinzip, sondern einem Handwerker der höchsten Kategorie – einem Mann, der sich in jeden Charakter vollständig hineingab und dabei nie sich selbst verlor.
Seit 2005 war er mit der argentinischen Schauspielerin Luciana Pedraza verheiratet, die seinen Tod öffentlich bestätigte. Er lebte bis zuletzt auf seiner Farm in Virginia, weit entfernt vom Glanz Hollywoods.
Mit ihm geht nicht nur ein Schauspieler, sondern die Überzeugung, dass wahre Kunst wirklich Konsequenz, Geduld und das vollständige Eintauchen in die menschliche Erfahrung verlangt…
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Sierks Media / © Foto: Wikimedia Commons, Americasupportsyou.mil photoessay, Public Domain
