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Die Wende im Tank?

Die Wende im Tank?

Sind synthetische Kraftstoffe die Lösung in der Diesel-Krise? Gehört ihnen die Zukunft? Statt aus Erdöl werden synthetische Kraftstoffe aus Fetten, Erdgas oder Strom hergestellt – der Effekt: deutlich weniger Schadstoffe. Taugt das allein schon für eine echte Verkehrswende?

Die ZDF-Umweltreihe „planet e.“ geht am Sonntag, 3. Februar 2019, 16.30 Uhr, dieser Frage nach: in „Wende im Tank – Öko-Sprit aus dem Labor“.

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Zwei Turbolader, 420 PS und eine Spitzengeschwindigkeit von 280 Kilometern in der Stunde – der Rennwagen der „Tuning Akademie“ (siehe Foto oben) schenkt den Konkurrenten auf dem Hockenheimring nichts. Betankt ist der Wagen mit pflanzlichem HVO, einem synthetischen Kraftstoff, auch Synfuel genannt. Die Power stimmt, das Drehmoment ist sogar höher – und der Diesel-Motor musste noch nicht einmal umgebaut werden.

Mit den ersten Synfuels auf dem Markt ist ein Anfang gemacht, meint Prof. Manfred Aigner vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR). Er sucht nach dem optimalen Kraftstoff der Zukunft. Schon jetzt kann der Ausstoß von Feinstaub um die Hälfte reduziert werden, der von Stickoxiden um etwa zehn Prozent. Mit der richtigen Technik sind sogar null Emissionen denkbar, so Aigner.

Auch Schiffe und Flugzeuge tanken bereits synthetische Kraftstoffe, doch noch sind letztere teuer und schwer zu bekommen. Forscher und Firmen stehen in den Startlöchern: Die deutsche Sunfire will schon bald mit einer Produktionsanlage in Norwegen an den Start gehen. Sie soll Millionen Liter produzieren – zu konkurrenzfähigen Preisen. Der Clou dabei: Der Kraftstoff wird allein aus Wasser, Kohlendioxid und Ökostrom hergestellt.

Kritiker wie Christian Hochfeld von „Agora Verkehrswende“ bleiben dennoch skeptisch. Für die Wende im Pkw-Verkehr taugen die Synfuels nicht, glaubt er. Es scheitere an Ressourcen und den hohen Kosten. Das Rückgrat der Wende bleibe das E-Auto.

Web: zdf.de/dokumentation/planet-e

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Foto: ZDF, Mark Hugo