Daten sind die wichtigste Währung der Zukunft

Daten sind die wichtigste Währung der Zukunft

„Disruptiv“ heißt das Schlagwort, das vielen Unternehmen Angst macht: Auf einmal tauchen neue Wettbewerber auf, die bestehende Geschäftsmodelle in den Schatten stellen, weil sie Informationen und Daten auf völlig neue Weise nutzen und zusammenführen.

Das interdisziplinäre Projekt „Geschäftsmodelle datengetriebener Start-ups und ihre Positionierung entlang der Wertschöpfungskette“ an der Universität Passau legt den Fokus auf die Erforschung verschiedener datenbasierter Ansätze und Strategien – und evaluiert zudem, welche Geschäftsmodelle in welchem Maße erfolgreich sind.

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Sowohl etablierte Unternehmen als auch Start-ups müssen sich angesichts der fortschreitenden Digitalisierung immer häufiger die Frage stellen, wie sie sich gegenüber den zu erwartenden Veränderungen in der Wertschöpfungskette positionieren wollen. Die Bayerische Akademie der Wissenschaften und das Bayerische Forschungsinstitut für Digitale Transformation fördern das Vorhaben mit rund 200.000 Euro.

Als Ergebnisse werden konkrete Handlungsempfehlungen als Reaktionsmöglichkeit für etablierte Unternehmen sowie Start-ups erarbeitet. Zudem werden Empfehlungen für Politik und Gesellschaft formuliert. Das Projekt läuft seit Jahresbeginn und soll bis Anfang 2021 konkrete Erkenntnisse darüber liefern, welche Muster sich bei der Strategiewahl von datengetriebenen Start-ups erkennen lassen.

„Eine Vielzahl dieser Veränderungen wird durch die Einführung von digitalen Dienstleistungen von Start-ups ausgelöst, welche oft als Basis für datengetriebene Geschäftsmodelle dienen“, sagt Professor Dr. Jan H. Schumann vom Lehrstuhl für Marketing und Innovation an der Universität Passau.

Während in den Medien oft das Bild von Start-ups kolportiert wird, welche in vielen Branchen bereits etablierte Unternehmen ‚angreifen‘ und dadurch den Wettbewerbsdruck erhöhen, gebe es aber auch eine hohe Anzahl an Start-ups, die etablierte Unternehmen unterstützen statt ihnen Marktanteile wegzunehmen, so Schumann.

Universität Passau
Universität Passau

Die niederbayerischen Forscher wollen in den kommenden Monaten das ganze unternehmerische Spektrum erfassen und untersuchen. Das Ziel: erforschen, an welchen Positionen entlang der Wertschöpfungskette datengetriebene Start-ups vermehrt ansetzen, wie deren Geschäftsmodelle ausgestaltet sind, wie Start-ups diese strategischen Entscheidungen treffen und wie sie diese im Zeitverlauf anpassen.

„Dies ermöglicht die Generierung von Strategieoptionen zur Aufrechterhaltung oder Neuschaffung von Wettbewerbsvorteilen für etablierte Unternehmen in einem datengetriebenen Wettbewerbsumfeld. Damit werden bislang offene Handlungsfelder des gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Megatrends der digitalen Transformation identifiziert und geschlossen“, ergänzt Professor Dr. Robert Obermaier vom Lehrstuhl für Accounting und Controlling.

Die Passauer Wissenschaftler werden dabei über verschiedene Disziplinen hinweg zusammenarbeiten. Beteiligt sind sowohl der Lehrstuhl für Marketing und Innovation als auch der Lehrstuhl für Accounting und Controlling. Als internationaler Experte wird sich Professor Dr. Wolfgang Ulaga von der angesehenen Business School Institut Européen d“Administration des Affaires mit seinen Erkenntnissen aus Wissenschaft und Praxis einbringen.

Dessen aktuelle Forschungsprojekte zu digitalen Geschäftsmodellen und neuen Wegen, mit Daten Geld zu verdienen, weisen einen hohen Bezug zum in Passau bearbeiteten Projektschwerpunkt auf, heißt es in einer Mitteilung der niederbayerischen Hochschule.

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© Fotos: Unsplash, CCO Public Domain (1), obx-news, Universität Passau (1) / Quelle: obx-news

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