Doku über die Bhagwan-Bewegung in Deutschland

Doku über die Bhagwan-Bewegung in Deutschland

Gut 40 Jahre ist es her, da hat sich die Bhagwan-Bewegung in Deutschland etabliert: Wie aus dem Nichts tauchten in Köln junge, in verschiedene rot-, orange- und lila Töne gekleidete Menschen auf und mieteten Wohnungen und Geschäftsräume an.

Alle trugen sie ein Amulett mit dem Bildnis eines indischen Mannes an einer hölzernen Perlenkette um den Hals. Sie hatten merkwürdige Namen wie Ramatherta, Surabhi oder Nandano. Und sie nannten sich „Sannyasin“.

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Erstmals lässt ein Film die deutschen Anhänger selbst von dieser bewegten Zeit erzählen. Das Erste sendet den Film am 15. Februar um 23.20 Uhr.

Sannyasin waren Anhänger des indischen Gurus Bhagwan Shree Rajneesh, der aus einem Ashram in Poona eine Lehre der Selbstfindung durch Meditation, Sex und Hingabe verbreitete.

Bald gab es Kommunen des Gurus im ganzen Land. Und: Um diese Gemeinschaften herum entstand in Köln, Berlin, Hannover und München ein regelgerechtes Imperium aus Diskotheken, vegetarischen Restaurants, Therapie-, Meditations- und Yogazentren.

In der ARD-Mediathek ist „Bhagwan – Die Deutschen und der Guru“ über Aufstieg und Fall des indischen Gurus bereits ab dem 9. Februar abrufbar.

Die Sannyasin gründeten Geschäfte, Agenturen und Umzugsunternehmen. Was faszinierte sie an dem Mann, den sie Osho nannten und verehrten? Und warum gaben sie alles auf, um ihrem Idol bis nach Indien und in die USA folgen zu können?

In dem WDR-Dokumentarfilm von Jobst Knigge erzählen erstmals die deutschen Jünger Bhagwans selbst ihre Geschichte – und damit auch die Geschichte der größten neureligiösen Bewegung der deutschen Nachkriegszeit.

Mit großer Offenheit berichten sie von ihrer Faszination für die Lehren des Gurus. Und was mit ihnen geschah, als das Imperium des „heiligen Mannes“ durch Machtmissbrauch, Gier und Gewalt krachend implodierte.

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© Foto: Amish Thakkar, Unsplash

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