NFTs in Hollywood: Wie verwendet Hollywood NFTs in der Filmproduktion?

NFTs in Hollywood: Wie verwendet Hollywood NFTs in der Filmproduktion?
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Nachdem die NFTs die Kunstszene erobert haben, scheint nun die nächste Branche an der Reihe zu sein: Wer sich mit der Entwicklung der Non-Fungible Token befasst, der wird schnell bemerken, dass die NFTs auch schon in Hollywood angekommen sind.

Aber wird die Branche durch die NFTs, wie auch der gesamte Kunstbereich, ebenfalls auf den Kopf gestellt werden?

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Branchenbeobachter sind sich fast sicher: Der Einfluss der NFTs sollte keinesfalls unterschätzt werden – NFTs haben sehr wohl das Potenzial, auch diesen Bereich zu revolutionieren.

Filme als NFT freigeben

Dass Filme als NFT freigegeben werden, mag auf lange Sicht das größte Potenzial haben, jedoch ist die von der alten Blockchain Technologie vorgegebene Speicherbeschränkung ein Grund, wieso 90-minütige Spielfilme einfach nicht als NFTs herausgegeben werden konnten. Bis jetzt.

Denn die Technologie hat sich weiterentwickelt. Das ist auch der Grund, wieso „Null Kontakt“ von Enderby Entertainment’s der erste Hollywood Streifen war, der als NFT auf den Markt kam. Der Film sowie auch die Merchandise Artikel wurden auf einer für die Filmindustrie geschaffenen Blockchain veröffentlicht.

Currency Works, der Anbieter der Plattform, gab an, eine Handvoll NFT Versionen wurden für 90.000 US Dollar verkauft. Nach eigenen Angaben nimmt die Plattform eine Lizenzgebühr ein, wenn eine der NFTs gekauft oder auch verkauft wird.

„Null Kontakt“ wurde komplett über Zoom gedreht. In den Hauptrollen sind Anthony Hopkins, Chris Brochu und Veronika Ferres zu sehen.

Filme über NFT finanzieren

Immer mehr Anleger befassen sich nicht nur damit, Bitcoin oder IBAT kaufen zu wollen, sondern beschäftigen sich auch intensiv mit NFTs. Aber nicht nur Anleger haben das Potenzial erkannt, sondern auch Filmemacher, die sich immer mehr gegen traditionelle Finanzierungsmodelle entscheiden und sich hier nach Alternativen umsehen.

Julie Pacino, Tochter des legendären Al Pacino, hat ihre Fotografien als NFTs verkauft und so 80.000 US Dollar eingenommen, die dann in den Film „Ich lebe jetzt hier“ geflossen sind.

Niels Juul, der ausführende Produzent des Films „Der Ire“, hat etwa NFT Studios gegründet, um einen Spielfilm produzieren zu können, der nur durch Prägung von NFT Token finanziert werden soll. Aber auch neue NFT Plattformen sorgen dafür, dass man problemlos Geld beschaffen kann, wenn NFTs verkauft werden.

Natürlich sollte man das Risiko nicht völlig außer Acht lassen. Wer etwa das Geld nicht reinbekommt, der kann den Film nicht drehen bzw. auf den Markt bringen; wer etwa direkt investiert, muss auch davon ausgehen, dass der Preis nicht steigt und man entweder einen Verlust beim Verkauf macht oder auf dem Non-Fungible Token sitzen bleibt.

Der Verkauf von Merchandise Artikeln

Die wohl beliebteste Methode, wie man neue Filme über NFT vermarkten kann, ist der Verkauf von Merchandise Artikeln. Das wohl bekannteste Beispiel, wie man gewinnbringend Merchandise Artikel bzw. Sammlerstücke verkaufen kann, hat Quentin Tarantino geliefert.

Foto: NFTs in Hollywood.

Der Regisseur und Schauspieler hat einige ungeschnittene Szenen seines Kultfilms „Pulp Fiction“ versteigert. Inkludiert: Handgeschriebene Originaldrehbücher sowie auch Audiokommentare, selbst von Tarantino aufgenommen.

Der erste NFT wurde für 1,1 Millionen US Dollar verkauft – und das hat gleich einmal das Filmstudio Miramax gestört. Denn das Filmstudio brachte eine Klage wegen Verletzung des geistigen Eigentums ein und wollte den Verkauf der NFTs stoppen.

Ein Vorbote, wenn es darum geht, dass dann die Filmproduzenten und Regisseure bestimmte Elemente als NFTs verkaufen wollen?

Auch Warner Bros hat im Zuge von „Matrix Resurrections“ ein paar NFTs zum Verkauf angeboten und auch Bollywood-Studios beteiligen sich immer häufiger daran, mit NFTs Geld zu machen.

Beobachter der Branche sind überzeugt, dass „freischaltbare NFT Inhalte“, ähnlich eben wie Bonusinhalte auf Blu Ray oder DVD, eine neue Phase im NFT Merchandising sein könnten. Das heißt, NFTs könnten dynamische Assets mit einer geheimnisvollen Belohnung werden.

Noch ist das Angebot überschaubar

NFTs befinden sich auf der Überholspur. Das Angebot ist, vor allem in der Filmbranche, aber noch überschaubar. Das kann sich zwar ändern, bis dahin wird aber noch etwas Zeit vergehen.

Vor allem wird es auch entscheidend sein, ob die Produzenten auf den Zug aufspringen werden oder nicht…

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© Fotos: David Mark (1), Amit Kumar (1), Pixabay