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Hans Meyer – Dokumentation würdigt Fußball-Legende

Der FC Carl Zeiss Jena und Borussia Mönchengladbach gehören zu den Stationen einer außergewöhnlichen Trainerkarriere. Jetzt besucht Hans Meyer die Orte seiner größten Erfolge – und trifft alte Weggefährten.

Eine filmische Zeitreise durch die deutsche Fußballgeschichte steht bevor: „Mensch Meyer! Hans, der Fußballphilosoph“ begleitet den 83-jährigen Erfolgscoach zu den Schauplätzen seiner bemerkenswerten Laufbahn.


Die 90-minütige Doku-Produktion läuft ab 9. Januar 2026 in der ARD Mediathek und wird am 11. Januar um 22.25 Uhr im MDR-Fernsehen ausgestrahlt.

Premiere in Jena mit prominenten Gästen

Bereits am 8. Januar 2026 findet in Jena eine öffentliche Vorführung statt. Neben Hans Meyer werden mehrere seiner ehemaligen Spieler und Kollegen erwartet.

Die Filmemacher Marion Tetzner und Eik Galley sowie MDR-Sportchef Raiko Richter begleiten die Veranstaltung. Die Dreharbeiten führten das Team an zehn bedeutende Orte.

Zehn Stationen einer einzigartigen Karriere

In Jena erinnert sich Meyer an den Europapokaleinzug 1981 unter Georg Buschner, als er mit gerade einmal 28 Jahren die Meistermannschaft des FC Carl Zeiss übernahm. Im Stadion an den Kernbergen wird deutlich: Was den Füßen an Schnelligkeit fehlte, machte der Kopf wett.

Chemnitz markiert eine weitere wichtige Station. Dort führte Meyer den FC Karl-Marx-Stadt in den Europapokal. Torsten Bittermann erinnert sich an die kompromisslose Arbeitsweise des jungen Trainers. Auch Christoph Franke, damaliger Co-Trainer, steht vor der Kamera.

Niederländische Leichtigkeit trifft DDR-Schule

Die Zeit bei Twente Enschede prägte Meyers Philosophie nachhaltig. Spieler Berthil ter Avest berichtet von revolutionären Änderungen: Meyer strich den trainingsfreien Mittwoch und etablierte gemeinsame Mahlzeiten.

In Mönchengladbach brachte der Trainer Borussia zurück in die erste Liga. Seine Erfindung des „Spelersroom“, ein Raum für Teamgespräche, half beim Wiederaufstieg. Der Bökelberg wurde zum Ort der Wende.

Einziger Pokalsieger in Ost und West

Nürnberg brachte er den DFB-Pokal. Javier Pinola warf Meyer einst wutentbrannt sein nasses Trikot entgegen – kurz darauf triumphierte das Team. Diese Episode zeigt Meyers besondere Gabe: Konflikte in Erfolge umzuwandeln.

Als einziger Trainer gewann Meyer sowohl den FDGB-Pokal als auch den DFB-Pokal. Max Eberl, heute Sportvorstand beim FC Bayern München, fasst die Arbeit seines früheren Trainers zusammen: Erstmals habe er unter Meyer verstanden, welchen Sinn das Training verfolgt.

Vitalität mit 83 Jahren

Der Film zeigt einen Mann, der weder an Schärfe noch an Witz verloren hat. Selbstironie und Sarkasmus prägen die Erzählweise – Langeweile kommt nicht auf.

Die Mischung aus DDR-Fußballschule und niederländischem Spielstil formte einen Trainer, der bis heute polarisiert und fasziniert.

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Sierks Media / © Foto: MDR, Eik Galley

Sven Müller

Autor | Redaktion: media@sierks.media