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Marilyn Monroe – London, Couch, Sex, Buch

Ein historisches Zusammentreffen, das die Welt kaum kennt – und das die Kulturgeschichte des 20. Jahrhunderts neu bewertet.

Denn im Spätsommer 1956 suchte Hollywoodstar Marilyn Monroe in London sieben Tage lang die Psychoanalytikerin Anna Freud auf.


Was damals hinter den Türen in Maresfield Gardens, Hampstead, besprochen wurde, war jahrzehntelang unbekannt. Ein neues Buch rekonstruiert jetzt diesen außergewöhnlichen Dialog.

1956 – Diva sucht Hilfe

Marilyn Monroe kam im August 1956 erstmals nach Europa. Der Anlass war professionell: Nach einem Zerwürfnis mit den Hollywoodbossen hatte sie eine eigene Filmproduktionsfirma gegründet und wollte an der Seite von Sir Laurence Olivier ihren ersten selbst produzierten Film drehen.

Doch hinter der Fassade des größten Sexsymbols seiner Zeit verbarg sich eine hochgradig instabile Frau. Über ihre New Yorker Therapeutin Marianne Kris – eine Emigrantin aus Wien und langjährige Freundin Anna Freuds – erfuhr Monroe, dass die Tochter Sigmund Freuds nach wie vor in London lebte und praktizierte.

Fortan ließ sie sich jeden Abend nach den Dreharbeiten mit einem Rolls-Royce nach Hampstead fahren, um sich bei der Analytikerin auf die Couch zu legen.

Ein nie erzähltes Gespräch

Das Treffen selbst ist historisch belegt – die Inhalte jedoch blieben lange im Verborgenen, auch weil zahlreiche Dokumente aus dem Freud-Archiv unter Verschluss waren.

Der Kommunikationswissenschaftler und Journalist Prof. Hektor Haarkötter hat diese Lücke nun geschlossen. Auf Basis von Tagebüchern, Briefen, unveröffentlichten Archivdokumenten sowie Biografien von Zeitzeugen wie Arthur Miller und Susan Strasberg rekonstruiert er, was die beiden Frauen bewegt haben dürfte.

Das Ergebnis ist ein dichtes kulturhistorisches Doppelporträt zweier monumentaler Figuren: hier Norma Jeane Mortensen, die sich als Marilyn Monroe erfand – hochintelligent, belesen, Rilke liebend, aber erblich vorbelastet und psychisch zerrissen.

Dort Anna Freud, die im Schatten eines übermächtigen Vaters aufwuchs, von ihm selbst analysiert wurde und ihre Homosexualität nie öffentlich eingestand.

Marilyn Monroe - London, Couch, Sex, Buch
Marilyn Monroe – London, Couch, Sex, Buch

Über Liebe, Tod und Identität

Was als psychoanalytische Beratung begann, weitete sich laut Haarkötter zu einem Gespräch über die großen Fragen aus: über Liebe und Sexualität, über Männer und Frauen, über Gott, den Tod und die Psyche.

Anna Freud konnte Monroe nicht heilen. Wenige Jahre später starb die Schauspielerin an einer Tablettenüberdosis – von manchen als „erstes Todesopfer der Psychoanalyse“ bezeichnet.

Bemerkenswert: Nach ihrem Tod vermachte Monroe einen Großteil ihres Vermögens der Anna-Freud-Stiftung, die bis heute eine Klinik in London betreibt.

Zur Veröffentlichung

„Marilyn Monroe liegt auf der Couch und spricht über Sex“ erscheint nun am 5. Mai 2026 im Carl Ueberreuter Verlag, als Hardcover mit 200 Seiten zum Preis von 28,– Euro.

Autor Hektor Haarkötter (Jahrgang 1968) ist Professor für Kommunikationswissenschaft an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg und hat als Journalist und Fernsehregisseur gearbeitet.

Für seine Arbeiten wurde er vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Columbus Filmpreis in Gold.

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Sierks Media /© Fotos: Wikimedia Commons, WorthPoint, Public Domain (1), Carl Ueberreuter Verlag (1)

Jan-Christopher Sierks

Autor | Redaktion: media@sierks.media