Im Bücherregal: Steve McQueen und seine Motorräder

So legendär wie die Verfolgungsjagd mit dem Ford Mustang in „Bullitt“, so berühmt ist auch der Sprung mit dem Motorrad über den Stacheldrahtzaun in „Gesprengte Ketten“.

Auch wenn er hier gedoubelt wurde, die Idee stammte von Steve McQueen selbst. Der US-Schauspieler war ein Motorradnarr. Im Laufe seines Lebens hat er mindestens 200 Maschinen besessen. Er fuhr so oft er konnte privat oder am Filmset auf zwei oder drei Rädern.

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Das Buch „McQueen’s Motorcycles: Racing and Riding with the King of Cool“ von Matt Stone ist unter dem Titel „Steve McQueen – seine Motorräder, seine Rennen“ nun auch auf Deutsch erschienen.

Zwar wird Steve McQueen heute vor allem mit Triumph in Verbindung gebracht. Vielleicht, weil das Motorrad in „Gesprengte Ketten“ zwar ein Wehrmachtskrad darstellen soll, aber eine 650 TT Special ist.

Sein Herz aber schlug für Indian und seine Leidenschaft galt den Crossern von Husqvarna, mit denen er zusammen mit Freunden einfach einen ganzen Tag lang durch die Wüste fegte. Dennoch mochte der Hollywood-Star die Twins von Triumph aufgrund ihres Charakters.

Der King of Cool war nicht nur Sammler, sondern auch ein recht talentierter Fahrer. So wurde er in der Sprungszene zwar gedoubelt, Matt Stone weiß aber zu berichten, dass McQueen in einigen Szenen auch seine eigenen Verfolger darstellte, weil er einfach schneller und besser Motorrad fuhr als andere.

„Steve McQueen: Seine Motorräder, seine Rennen“ von Matt Stone
„Steve McQueen: Seine Motorräder, seine Rennen“ von Matt Stone

Ein Jahr später trat der Schauspieler auch als Teil des amerikanischen Teams bei den Six Days in der DDR an. Ein Unfall warf ihn allerdings am dritten Tag aus dem Rennen.

Matt Stone hat seine Hommage an den Mann und seine Maschinen in sechs Kapitel unterteilt, die sich den jungen (Motorrad-)Jahren des Schauspielers, der internationalen Sechstagefahrt in Erfurt und den beiden Filmen „Gesprengte Ketten“ und „On any Sunday“ widmen.

Zum Schluss spürt das Buch dem Sammler McQueen und dem Verbleib etlicher Modelle aus seinem Besitz nach. Die Motorräder erzielen auf Auktionen immer wieder das Mehrfache ihres reinen Sammlerwertes, weil sie eben einem der ikonischsten Schauspieler der Filmgeschichte gehört haben.

Das Buch über den King of Cool auf zwei Rädern begeistert nicht zuletzt durch seine rund 180 Fotos, von denen viele bislang unveröffentlicht waren und den Motorradfahrer Steve McQueen ganz nah und privat zeigen.

„Steve McQueen – seine Motorräder, seine Rennen“ von Matt Stone ist im Motorbuch-Verlag erschienen. Das Buch hat 160 Seiten mit 180 Abbildungen und kostet 24,95 Euro.

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© Fotos: Addy Osmani, Unsplash (1), Auto-Medienportal.Net, Motorbuch-Verlag (1) / Quelle: ampnet, jri