Precht: Rezo will aufklären

Precht: Rezo will aufklären

YouTube-Stars wie Rezo fordern die klassischen Meinungsmacher des Fernsehens und der Presse heraus.

Richard David Precht diskutiert in der 50. Ausgabe seiner philosophischen Gesprächsreihe „Precht“ im ZDF am 20. September 2020, 23.45 Uhr, mit dem YouTube-Star und fragt: „Schöne neue Medienwelt – Wer hat die Meinungsmacht?“.

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Rezo sieht sich, trotz der großen Reichweite seiner Videos, nicht als neuer Meinungsführer, sagt aber bei „Precht“: „Ich möchte mich selber aufklären, ich möchte die anderen aufklären, ich sehe da natürlich auch eine gewisse Verantwortung.“

Zur Zukunft des Fernsehens meint er, dass nicht YouTube, sondern die Mediathek das lineare Fernsehen irgendwann ablöse.

Rezo ist davon überzeugt, dass YouTuber, die um des schnellen Geldes willen nur auf hohe Klickzahlen setzten, letztendlich dafür von den Usern abgestraft würden, sobald die Glaubwürdigkeit auf der Strecke bleibe.

Der Umgang mit digitalen Informationen müsse viel bewusster erlernt werden – von den Machern ebenso wie von den Usern. Im besten Fall könnten die beiden so verschiedenen Welten der alten und neuen Medien voneinander lernen und profitieren.

Prof. Peter Arens, Leiter der ZDF-Hauptredaktion „Geschichte und Wissenschaft“, der Richard David Precht 2012 ins ZDF geholt hat, sagt zum Sendejubiläum: „50 einmalige Begegnungen und 50 dringliche Themen: 50 Mal Precht, eine Bilanz, auf die wir stolz sind. Der Philosoph Richard David Precht und seine Sendung sind in den letzten Jahren immer relevanter und öffentlichkeitswirksamer geworden, er ist härter an den Themen der Zeit dran denn je.“

In der jüngsten Zeit kamen immer jüngere Gäste wie Carla Reemtsma, Diana Kinnert und jetzt Rezo, einer der markantesten deutschen YouTuber.

Rezo ist Träger des Nannen-Preises sowie des Grimme Online Awards 2020 und wurde durch seine Beiträge „Die Zerstörung der CDU“ und „Die Zerstörung der Presse“ bekannt. Seine Beiträge werden kontrovers diskutiert.

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© Foto: ZDF, Juliane Eirich