Hannes Jaenicke: Im Einsatz für den Wolf

Hannes Jaenicke: Im Einsatz für den Wolf

„Im Einsatz für den Wolf“: Naturschützer Hannes Jaenicke widmet sich in seiner vielfach prämierten Dokureihe am Dienstag, 25. Mai 2021, 22.15 Uhr im ZDF, den Tieren, die seit 20 Jahren in Deutschland wieder heimisch sind.

Der Film ist bereits am Vortag in der ZDF-Mediathek verfügbar. „Dieses Mal geht es nicht um eine Art, die ausstirbt, sondern eine, die sich ausbreitet“, so Hannes Jaenicke. Und zwar schneller, als manch einem lieb sei.

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128 Rudel, 36 Paare und neun sesshafte Einzelgänger leben in Deutschland, so schätzen Tierexperten und rechnen damit, dass der Wolfsbestand pro Jahr um etwa 30 Prozent wächst.

Ein großartiger Erfolg für den Artenschutz und gleichzeitig ein Problem für Landwirte, die mehr Wolfsangriffe auf ihre Weidetiere befürchten. Um den Raubtieren nahezukommen, besucht Hannes Jaenicke das weltweit einmalige WolfScienceCenter in Niederösterreich.

Dort stellt er Ähnlichkeiten zwischen Mensch und Tier fest: in der Persönlichkeit und bei der Kooperationsfähigkeit. „Seltsam, dass wir solche Angst vor Wölfen haben“, findet Jaenicke und vermutet negative Assoziationen aus der Kindheit. „Womöglich hat das etwas mit dem Bild des bösen Wolfs in Grimms Märchen zu tun.“

Auf seiner Reise zu den italienischen Abruzzen und den rumänischen Karpaten merkt der engagierte Naturfreund schnell, dass dort eine andere Mentalität gegenüber Wölfen herrscht: eine deutlich höhere Bereitschaft zur Koexistenz.

In Deutschland diskutiert er darüber mit Wolfsfreunden und -gegnern: mit Peter Wohlleben, Förster und Fachbuchautor, sowie mit Torsten Reinwald, Vize-Geschäftsführer des Deutschen Jagdverbands.

Und er bekommt von ihnen sehr konträre Antworten. In seiner neuesten Dokumentation versucht Jaenicke, Sachlichkeit in eine emotional aufgeladene Debatte zu bringen und zwischen den Konfliktparteien zu vermitteln.

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© Foto: ZDF / Markus Strobel