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Mille Miglia: Bassist der Rockband „Coldplay“ fährt Alfa Romeo

Mille Miglia: Bassist der Rockband "Coldplay" fährt Alfa Romeo

– Berühmteste Oldtimer-Rallye der Welt führt vom 16. bis 19. Mai 2018 über 1.743 Kilometer vom norditalienischen Brescia nach Rom und zurück.
– „Coldplay“-Bassist Guy Berryman stellt sich im Alfa Romeo 1900 Sport Spider den insgesamt 112 Zeitmessungen und sechs Gleichmäßigkeitsprüfungen.
– Das Werksmuseum von Alfa Romeo setzt drei weitere legendäre Rennfahrzeuge ein.
– Außerdem gehen 43 Privatteams in Klassikern von Alfa Romeo an den Start – nur Konzernschwester Fiat ist als Marke noch zahlreicher vertreten.

FCA Heritage, die Struktur von Fiat Chrysler Automobiles (FCA) für die Historie der italienischen Konzernmarken, bestreitet mit vier raren Klassikern die Mille Miglia (16. bis 19. Mai 2018), die berühmteste Oldtimer-Rallye der Welt. Im Cockpit der legendären Alfa Romeo Modelle 6C 1500 Super Sport (Baujahr 1928), 6C 1750 Gran Sport (1930), 1900 Sport Spider (1954) und 1900 Super Sprint (1956) wird unter anderem Guy Berryman, Bassist der britischen Rockgruppe „Coldplay“, die 1.743 Kilometer lange Strecke erleben. Auf dem Weg von Brescia nach Rom und zurück müssen Berryman und seine Teamkollegen, darunter Rennfahrer Derek Hill und der frühere Fiat Designdirektor Roberto Giolito, insgesamt 112 Lichtschranken auf die Hundertstelsekunde genau anfahren und außerdem sechs Gleichmäßigkeitsprüfungen bewältigen, bei denen über eine längere Distanz eine bestimmte Geschwindigkeit exakt eingehalten werden muss.

Zwischen 1927 und 1957, der letzten Ausgabe der Mille Miglia als Straßenrennen, feierte Alfa Romeo insgesamt elf Siege – ein Rekord für die Ewigkeit. 1977 wurde die Mille Miglia als Oldtimer-Rallye wiederbelebt, mit deutlich mehr als 300 Teilnehmern die heute wohl größte Oldtimer-Veranstaltung ihrer Art. Die Route folgt den Spuren der Originalstrecke, das Tempo ist allerdings deutlich gemächlicher. Statt 1.000 Meilen nonstop stehen jetzt vier kürzere Tagesetappen auf dem Programm.

2018 jährt sich der erste Mille-Miglia-Sieg von Alfa Romeo zum 90. Mal. Aus diesem Anlass ist die Marke nicht nur erneut offizieller Fahrzeugpartner der Mille Miglia, sondern außerdem Ehrengast. Zusammen mit den vier Werksautos aus dem Alfa Romeo Museum gehen insgesamt 47 Fahrzeuge der Marke an den Start. Nur Konzernschwester Fiat ist mit 49 Teilnehmern noch zahlreicher vertreten.

Die Teams von Alfa Romeo bei der Mille Miglia 2018

Ältestes Fahrzeug im Team Alfa Romeo Storico ist ein Tipo 6C 1500 Super Sport aus dem Jahr 1928 mit einer Karosserie von Stabilimenti Farina. Dieses Modell sorgte 1928 mit Grand-Prix-Star Giuseppe Campari am Lenkrad für den ersten Mille-Miglia-Sieg von Alfa Romeo. Das jetzt eingesetzte Fahrzeug gewann die Mille Miglia als Oldtimer-Rallye bereits in den Jahren 2005 und 2007, war außerdem 2007 und 2008 siegreich bei der ähnlich veranstalteten „Mille Milas Sport“ in Argentinien. Unter der Motorhaube des Tipo 6C 1500 Super Sport arbeitet ein Reihensechszylinder mit 1.487 Kubikzentimeter Hubraum, der 56 kW (76 PS) bei 4.800 Touren leistet. Nur 31 Stück dieses Modells, das eine Spitzengeschwindigkeit von 140 km/h erreicht, wurden 1928 und 1929 gebaut.

Der Alfa Romeo 6C 1500 Super Sport wird während der Mille Miglia gefahren von Giovanni Moceri, dem amtierenden Italienischen Meister für Gleichmäßigkeitsrallyes. Kurioserweise geht er mit derselben Startnummer auf die Strecke wie Campari im Jahr 1928 – mit der 30.

Eine besondere Rarität im Teilnehmerfeld ist der Alfa Romeo 6C 1750 Gran Sport mit Karosserie von Zagato. Mit diesem Modell gewannen Grand-Prix-Pilot Tazio Nuvolari und Beifahrer Battista Guidotti die Mille Miglia 1930. Nuvolari gelang das entscheidende Überholmanöver gegen Teamkollege Achille Varzi wenige Kilometer vor dem Ziel bei totaler Dunkelheit – der Legende nach als Überraschungscoup mit ausgeschalteten Scheinwerfern. Nuvolari stand schließlich an der Spitze eines Dreifachsieges für Alfa Romeo und legte die Strecke zum ersten Mal mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von mehr als 100 km/h zurück, noch immer fast durchgehend auf unbefestigten Straßen.

Pilotiert wird der aus dem Werksmuseum stammende Alfa Romeo 6C 1750 Gran Sport während der 36. Mille Miglia Storico von Roberto Giolito, in seiner Zeit als Fiat Designdirektor unter anderem für den aktuellen Fiat 500 verantwortlich und heute Leiter von FCA Heritage.

Aus der Designschmiede Bertone stammt der Alfa Romeo 1900 Sport Spider, von dem 1954 nur zwei Exemplare gebaut wurden. Für Vortrieb sorgt der ein 101 kW (138 PS) leistungsgesteigerter 1,9-Liter-Vierzylinder, hier in einer Variante mit Trockensumpf-Ölkreislauf. Dank des mit nur 880 Kilogramm sehr niedrigen Gewichts, des Fünfganggetriebes und der aerodynamisch günstig konstruierten Karosserie erreicht der Roadster eine Höchstgeschwindigkeit von 220 km/h. Für hervorragendes Fahrverhalten sorgt die Hinterachse nach dem DeDion-Prinzip.

Am Steuer des Alfa Romeo 1900 Sport Spider wechseln sich Musiker Guy Berryman und Rennfahrer Derek Hill ab, der Sohn des ehemaligen Formel-1-Weltmeisters Phil Hill. Hill war als Ferrari-Werksfahrer 1961 der erste US-Amerikaner, der den höchsten Titel im internationalen Motorsport gewann. Berryman und Hill junior haben auch privat ein Herz für klassische Fahrzeuge. Der „Coldplay“-Bassist besitzt eine kleine Sammlung, darunter auch einige Modelle italienischer Herkunft. Hill lernte in einem Alfa Romeo seines Vaters fahren, bestreitet heute gelegentlich in Oldtimern Rennen und ist außerdem „Master of Ceremonies“ in Pebble Beach, beim berühmtesten Concours d’Elegance der Welt. Hill senior machte 1979 in seiner Heimat USA übrigens Werbung für den Alfa Romeo Mille Miglia Sprint Veloce, eine speziell für den amerikanischen Markt entwickelte Variante der Alfetta GTV.

Stellvertretend für die schnellen Gran-Turismo-Limousinen der Marke Alfa Romeo steht das vierte Fahrzeug in der Mille-Miglia-Mannschaft, ein Alfa Romeo 1900 Super Sprint. Mitte der 1950er Jahre war das „Familienauto, das Rennen gewinnt“ (zeitgenössischer Werbeslogan) bei Privatfahrern sehr beliebt. Für den Einsatz im Motorsport entwickelten verschiedene Karosseriebauer spezielle Varianten.

Aus den über 40 privaten Alfa Romeo am Start der Mille Miglia sticht eine Giulietta Sprint des Baujahrs 1955 heraus. Sie wird pilotiert von Sänger Piero Pelù. Der italienische Musiker ist ein eingefleischter Fan von Alfa Romeo, die Oldtimer-Rallye bestreitet er als Gast von FCA Heritage zusammen mit der Dirigentin Gianna Fratta. Die Giulietta Sprint der beiden wurde jüngst bei FCA Heritage von Grund auf restauriert und erhielt in diesem Rahmen das begehrte Originalitätszertifikat, mit dem auch der ursprüngliche Serienzustand am Tag der Auslieferung dokumentiert wird.

Nähere Informationen zu den historischen Alfa Romeo, die FCA Heritage bei der Mille Miglia 2018 einsetzt, finden sich auf der Internetseite www.fcaheritage.com. Sie werden ergänzt durch tagesaktuelle News, zum Beispiel durch Interviews mit Fahrern und Beifahrern.

Mille Miglia 2018 (weitere Infos: www.millemiglia.it)

Mittwoch, 16. Mai: Start in Brescia, Etappenziel in Cervia Milano Marittima

Donnerstag, 17. Mai: Restart in Cervia Milano Marittima, Etappenziel in Rom

Freitag, 18. Mai: Restart in Rom, Etappenziel in Padua

Samstag, 19. Mai: Restart in Padua, Prüfung am Museo Storico Alfa Romeo in Arese (Nähe Mailand), Ziel in Brescia

Pressekontakt:
Sascha Wolfinger
Telefon: +49 69 66988-357
E-Mail: sascha.wolfinger@fcagroup.com

Bildergalerie:

Fotos: FCA Group