Grenzansichten – „Kulturzeit“ startete Reihe zum Ukraine-Krieg

Grenzansichten - "Kulturzeit" startete Reihe zum Ukraine-Krieg

Krieg in Europa: Die Ukrainerinnen und Ukrainer verteidigen nicht nur ihr Land, sondern kämpfen für demokratische Werte.

Seit vergangenen Freitag fragt das werktäglich um 19.20 Uhr beginnende 3sat-Magazin „Kulturzeit“ in einer neuen Reihe mit dem Titel „Grenzansichten – Zwischen Krieg und Frieden“, wie Künstlerinnen und Künstler unter anderem in Polen, Finnland oder der Slowakei die Situation erleben.

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Sie geben Einblick in ihr Land, ihre Sorgen und ihren Alltag an den Grenzen zwischen Krieg und Frieden. Die Reihe beginnt mit der polnischen Filmregisseurin und Präsidentin der Europäischen Filmakademie Agnieszka Holland.

Sie überlässt ihre Wohnung vorübergehend einer ukrainischen Familie, fast alle ihre Bekannten haben jemanden bei sich aufgenommen.

In ihren Filmen beschäftigt sich die vielfach ausgezeichnete Regisseurin häufig mit historischen Stoffen, etwa in „Red Secrets“ von 2019 mit dem gezielten Aushungern der Ukrainerinnen und Ukrainer durch Stalin und der Gleichgültigkeit des Westens.

„Man sieht, dass sich die Mechanismen wiederholen“, sagt sie. „Der Opportunismus und die Feigheit von westlichen Staaten und das imperiale Bestreben der russischen Regierung.“

Die Regisseurin ist in Kontakt mit Kolleginnen und Kollegen in der Ukraine: „Wir versuchen, sie mit Material zu versorgen. Viele wollen dokumentieren, was gerade in der Ukraine passiert. Dazu brauchen sie Filmequipment, aber auch Dinge wie kugelsichere Westen oder Helme.“

Am Donnerstag, 24. März 2022, kommt die finnisch-estnische Autorin Sofi Oksanen zu Wort.

Sie hat sich in ihrem jüngsten Roman „Hundepark“ dem Alltagsleben in der Ukraine kurz nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion gewidmet.

Sie macht sich Gedanken über die misslungenen Versuche Russlands, die Ukraine zu „finnlandisieren“, sie mit Manipulation und Drohgebärden unterwürfig zu machen.

Am Montag, 28. März 2022, trifft „Kulturzeit“ in der Reihe „Grenzansichten“ den Schriftsteller und Journalisten Michal Hvorecký.

Er beschäftigt sich in seinen Werken mit den antidemokratischen und nationalistischen Tendenzen in seinem Heimatland Slowakei, so auch in seinem neuesten Buch „Tahiti Utopia“.

Es folgen weitere Stimmen aus Estland, Lettland, der Republik Moldau und aus weiteren europäischen Ländern.

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© Foto: ZDF, 3sat