Doku: Wie die WM nach Katar kam

Doku: Wie die WM nach Katar kam
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Auf dem Foto: Jochen Breyer bei Dreharbeiten im Al-Bayt-Stadion in Doha.

Zwölf Tage vor dem Eröffnungsspiel der Fußball-WM in Katar begibt sich ZDF-WM-Moderator Jochen Breyer in der „ZDFzeit“ Dokumentation namens „Geheimsache Katar“ auf Spurensuche im WM-Ausrichterland.

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Wie hat es der Wüstenstaat geschafft, die Weltmeisterschaft ins Land zu holen – und das auch zunächst noch für den sehr heißen Sommer?

Wie dieser Coup gelingen konnte, das beleuchtet der Film von Julia Friedrichs und Jochen Breyer am Dienstag, 8. November 2022, 20.15 Uhr im ZDF und in der Mediathek.

Für diese Doku ist Jochen Breyer zweimal nach Katar gereist. Das erste Mal im Juni – genau in der Woche, in der dort die Weltmeisterschaft eigentlich hätte starten sollen.

Bei knapp 50 Grad wurde ihm deutlich, wie verrückt es war, die WM für diesen Zeitraum in die Wüste zu vergeben. Mehr als die Hälfte des Jahres ist es in Katar zu heiß, um im Freien richtig Sport zu treiben.

Der Film zeichnet nach, wie sich auch damals nach der Vergabe zwar zunächst Widerstand gegen eine Austragung im Sommer in der Wüste regte.

Aber dann konnte Katar den drohenden Verlust der WM durch eine Verlegung in den Winter abwenden – auch weil die Bosse der europäischen Fußball-Ligen zustimmten.

Jochen Breyer und Julia Friedrichs rekonstruieren diese entscheidende Phase anhand von vielen Puzzleteilen, die sich zu einem Gesamtbild fügen.

Exklusive Reisen, großzügige Geschenke und Geldregen für Fußballrechteinhaber – all das nährt den Verdacht: Hat sich Katar gleich zwei Mal die WM erkaufen müssen?

Die Recherchen führen Jochen Breyer nicht nur in die pompösen WM-Stadien. Als einer von wenigen Journalisten gelingt es ihm, Einblicke in das Leben einer reichen katarischen Familie zu erhalten.

Die extreme Spaltung des Landes in Arm und Reich, die Abgründe einer Zweiklassengesellschaft, etwa beim Umgang mit Hausangestellten – die erlebt er hier hautnah.

Die Ausbeutung hinter den Mauern der edlen Villen läuft viel stärker im Verborgenen als etwa bei den Bauarbeitern, die für die WM-Stadien im Einsatz waren.

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© Foto: ZDF, Mateusz Smolka