Die Reportage über Sterbehilfe im ZDF

Die Reportage über Sterbehilfe im ZDF
Artikel anhören:
Voiced by Amazon Polly

Nach einem Unfall liegt Noah B. monatelang im Koma. Als er erwacht, muss der damals 20-Jährige erfahren, dass er sich nie wieder wird bewegen können und vom Hals abwärts gelähmt ist.

Nach zweieinhalb Jahren im Rollstuhl meldet sich der ehemalige Profisportler bei einem Sterbehilfeverein an.

Anzeige

In der „37°“-Reportage „Der Tod – Die beste Entscheidung meines Lebens“, zu sehen am Dienstag, 17. Januar 2023, 22.20 Uhr, begleiten Autorin Tina Soliman und Kameramann Torsten Lapp Noah B. bei seiner Entscheidung für den Tod.

Der Film ist ab dem Sendetag auch in der ZDF Mediathek verfügbar.

„Wenn man mir die Frage gestellt hätte, ob ich den Unfall gerne überlebt hätte oder lieber nicht – ich hätte immer gesagt: Lieber nicht überlebt“, sagt Noah noch im Krankenhaus zu seiner Mutter.

Sie bittet ihn, doch wenigstens zu versuchen, so zu leben. Das tut Noah. Drei lange Jahre. Er beginnt ein Studium, trifft Freunde, lebt inmitten von Menschen, die ihn lieben und die er liebt.

Und dennoch: Es bleibt das Gefühl, dass ihm dieses Leben nicht reicht. Gefangen im eigenen Körper, bewegungslos sein, das sei nicht er, sagt der ehemalige Profisportler.

Deshalb wächst in ihm schon sehr früh der Wunsch nach Sterbehilfe. Seine Entscheidung, sich bei einem Sterbehilfeverein anzumelden, ist für seine Angehörigen kaum zu ertragen.

Er weicht den Fragen nach Für und Wider der Sterbehilfe nicht aus, auch der Diskussion mit seinen Angehörigen nicht.

Das Ende selbst bestimmen zu dürfen, gibt Noah ein Gefühl von Kontrolle und Freiheit zurück, sagt er, und die Hoffnung, ein allerletztes Mal auf Hilfe angewiesen zu sein.

Am 5. Februar 2022 fließt der tödliche Medikamentencocktail durch seine Adern. Er hat seinen Tod in ein Zeitfenster gelegt, in dem der professionell assistierte Suizid erlaubt ist.

Denn am 20. Februar 2020 hat das Bundesverfassungsgericht in einem bahnbrechenden Urteil den umstrittenen Strafrecht-Paragrafen 217 für null und nichtig erklärt.

Anzeige

News verpasst? Den Updates von @PRAgentMedia in Social Media folgen.

Hinweis: So können Sie "PR Agent" unterstützen - zum Bezahlangebot...

© Foto: Diana Polekhina, Unsplash